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Unwetterschäden
Licht am Ende des Tunnels - Bald wieder Zugverkehr auf der Eifelstrecke

Der Tunnel bei Wilsecker ist inzwischen freigeräumt und kann ab Mitte kommender Woche auch wieder durchfahren werden.
Der Tunnel bei Wilsecker ist inzwischen freigeräumt und kann ab Mitte kommender Woche auch wieder durchfahren werden. FOTO: Uwe Hentschel
WIlSECKER/NIEDERBETTINGEN. Nach Beseitigung der Unwetterschäden sollen auf der Eifelstrecke zwischen Euskirchen und Trier ab dem 25. Juli wieder regulär die Züge rollen. Zunächst aber wird ab heute noch ein weiterer Abschnitt bei Niederbettingen gesperrt.

Es sieht inzwischen recht aufgeräumt auf, dort unten im Tal. Zumindest wirkt es von oben so. Doch wenn man den Weg weiter hinuntergeht und dem Südportal des Wilsecker Tunnels etwas näher kommt, dann sind die Spuren, die das Unwetter in der ersten Junihälfte hinterlassen hat, noch durchaus zu erkennen. Gleich zwei Mal wurde die Tunnel­einfahrt durch talwärts rutschende Erd- und Geröllmassen verschüttet. Und da der Bereich im Grunde nur über einen Wanderweg und eben die Schienen zu erreichen ist, haben sich die Aufräumarbeiten entsprechend in die Länge gezogen.

Dementsprechend ist die Eifelstrecke zwischen Kyllburg und Erdorf bereits seit Anfang Juni gesperrt. Für die Bahnkunden, die normalerweise auf der Trasse zwischen Trier und Köln unterwegs sind, bedeutet das, dass sie im Bereich zwischen Philippsheim und Kyllburg auf Busse umsteigen müssen und deshalb deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen. Und da der Informationsfluss der Bahn ähnlich lückenhaft ist wie der derzeitige Fahrplan, haben viele Bahnreisende in den vergangenen Wochen nicht nur lange, sondern zum Teil auch vergeblich an den Bahnsteigen entlang der Strecke gestanden (der TV berichtete).

Nun aber zeichnet sich das Ende des Ausnahmezustands ab. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, soll der Verkehr auf der Eifelstrecke ab dem 25. Juli wieder normal fließen. Allerdings gibt es im weiteren Verlauf Richtung Euskirchen zunächst noch eine weitere Sperrung. Und zwar ab dem heutigen Montag. Diese betrifft den Abschnitt zwischen Oberbettingen-Hillesheim und Gerolstein. Grund dafür sind Arbeiten an einer Brücke, die in Niederbettingen über die Gleise führt. „Da die Eifelstrecke derzeit im Bereich Wilsecker ohnehin gesperrt ist, hat es sich angeboten, das jetzt in einem mitzumachen“, erklärt dazu Bahn-Sprecher Thomas Bischoff.

Aus diesem Grund wird auch der Ersatzbusverkehr auf den Bereich zwischen Philippsheim und Oberbettingen-Hillesheim ab heute ausgeweitet. Einzige Ausnahme in diesem Abschnitt ist die Gemeinde Hüttingen an der Kyll. Laut Bahnsprecher Bischoff kann dieser Ort von den Bussen „verkehrsbedingt“ nicht angefahren werden. Wer also von dort mit der Bahn beziehungsweise den Ersatzbussen fahren möchte, muss bis zum 25. Juli auf einen der benachbarten Bahnhöfe ausweichen.

An der Brücke in Niederbettingen wird derzeit gearbeitet. Deshalb müssen Bahnreisende weiterhin auf Busse umsteigen.  Foto: Stephan Sartoris
An der Brücke in Niederbettingen wird derzeit gearbeitet. Deshalb müssen Bahnreisende weiterhin auf Busse umsteigen. Foto: Stephan Sartoris FOTO: TV / Stephan Sartoris