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Na dann: "Hallscheid Alaaf"

Gardemädchen gehören zum Hallschlager Karneval wie das Salz zur Suppe.Foto: Anton Seiberts
Gardemädchen gehören zum Hallschlager Karneval wie das Salz zur Suppe.Foto: Anton Seiberts
HALLSCHLAG. Weit weg von der Dauner Obrigkeit feiert man auch in Hallschlag/Scheid zünftig Karneval. Im ehemaligen Dorfsaal Igelmund gingen die Hallschlager Narren in die Bütt, tanzten die Garden und amüsierte sich das Publikum. ARRAY(0x425a50888)

Dass die Grenzgänger an der Oberen Kyll fernab eigener Kirchturmspolitik sind, bewies die auch in der fünften Jahreszeit funktionierende Kooperation mit der Nachbargemeinde Scheid. Besonders in den zahlreichen Stimmungsrufen "Hallscheid Alaaf" zeigte sich die Jeckenharmonie über Gemeindegrenzen hinaus. Auf die Jugend setzen die Karnevalisten im Westzipfel. Das Kinderprinzenpaar Alica I. und Dennis II. (Alica Römpke, Dennis Schufen) zog zu Beginn der Sitzung in das närrische Auditorium ein. Nach der Rede des Prinzenpaares und dem Ehrentanz der kleinen Garde war das Eis im Hallschlager Traditionssaal schnell gebrochen.Manfred Scholzen machte es nichts aus, als Erster in die Bütt zu müssen. Als Weltenbummler hatte er einiges zu erzählen, wobei er bei seinen Reisen in alle Welt rein zufällig oft auf Bekannte aus seiner Heimat traf. Die etwas minderbemittelte Tussnelda (Alfred Heintges) berichtete so manch' Skurriles aus ihrem Leben. Danach analysierte das Jugend-Forscht-Nach-Team (Simone Weitzel, Jana Keip, Nik Römpke, Ramona Quetsch) die größeren und kleineren Begebenheiten - besonders die in der eigenen Gemeinde. Wer - die Alten oder doch die Jungen - spricht nun hier eine andere Sprache, so dass man sich nicht recht versteht, wenn es um Bedürfnisse der Heranwachsenden geht. Cilli Keip und Holger Göbel, die durch das Programm führten, erinnerten sich in ihrem Vortrag an die vielen Jahre Hallschlager Karnevalsgeschichte. Jenny Pesch, die auch die Tanzgarden trainiert, legte einen Solotanz aufs Parkett. Die Reporter (Hubert Spoden, Gerd Fuchs, Willi Pesch, Manfred Scholzen) erzählten Brisantes aus dem Dorfgeschehen. Weitere Gardetänze, das "Butterblömchen", ein Bauchredner und die drei Tenöre (Hubert Spoden, Hans-Jürgen Breuer, Manfred Scholzen) rundeten das närrische Menü in der Schneifelgemeinde ab.