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Nach Brand im Tanksilo in Bitburg laufen die Ermittlungen

FOTO: Dagmar Schommer
Bitburg. Ein Funkenflug hat am Donnerstag im alten Tanksilo der Bitburger Brauerei ein Feuer entfacht (volksfreund.de berichtete). Jetzt laufen die Ermittlungen – allerdings: „Wir klären das weitere Vorgehen derzeit ab“, sagt Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg. Eileen Blädel

Denn vor dem Hintergrund, dass es keinen Hinweis auf Brandstiftung gebe, werde die Polizei die Sache nun wohl an die Staatsanwaltschaft abgeben. Zu prüfen sei aus strafrechtlicher Sicht die Frage nach einer möglichen Fahrlässigkeit.

Handwerker waren am Donnerstag mit Entkernungsarbeiten im stillgelegten Tanksilo beschäftigt , dabei sind nach Angaben der Polizei Dämmmaterialien in Brand geraten. Die Feuerwehr rettete fünf Menschen aus dem Gebäude, das danebenliegende Büro wurde evakuiert. Drei Männer kamen mit leichter Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Für mehrere Stunden hielt die Feuerwehr zudem die Warnung vor möglichen giftigen Dämpfen im Stadtgebiet aufrecht.

Der ehemals als Lagergebäude genutzte Turm auf dem Gelände der Brauerei wird derzeit komplett entkernt. Die Arbeiter einer Firma waren am Donnerstag im zehnten Stock damit beschäftigt, Rohre mit einem Schneidbrenner zu zerlegen. Die Pressestelle der Bitburger Brauerei teilt gestern auf Volksfreund-Anfrage mit, dass das Gebäude zwar mittlerweile wieder betretbar sei, ab wann es mit den Arbeiten weitergehen könne, lasse sich aber derzeit nicht sagen. Zenner: "Von unserer Seite aus spricht nichts dagegen. Denkbar wäre aber, dass sich vor dem Hintergrund der Arbeitssicherheit die Gewerbeaufsicht jetzt den Turm ansieht." Angaben zur Höhe des Schadens gibt es weiterhin weder vonseiten der Brauerei-Pressestelle noch der Polizei.