| 21:07 Uhr

Nëssdrëpp mit Musik

Nüsse und mehr: Neben frisch geernteten Nüssen und Schnaps bietet der Viandener Nussmarkt auch viel Musik. Foto: TV-Archiv/Waltraud Ewerhardt
Nüsse und mehr: Neben frisch geernteten Nüssen und Schnaps bietet der Viandener Nussmarkt auch viel Musik. Foto: TV-Archiv/Waltraud Ewerhardt
VIANDEN. (utz) In Vianden dreht sich am Wochenende alles um die Nuss. Bis zu 15 000 Besucher strömen jedes Jahr zum "Veiner Nëssmoort" in das Städtchen an der Our.

Er soll wohltuend und anregend für den Magen sein und ganz nebenbei auch nicht schlecht schmecken: der berühmte "Veiner Nëssdrëpp". Der Schnaps aus echtem Viandener Nüssen strömt in rauen Mengen jedes Jahr beim Viandener Nussmarkt. Kein Wunder. Denn im Städtchen Vianden wird es beim Nussmarkt richtig eng, wenn Tausende dorthin strömen, um alle angebotenen Produkte rund um die Nuss zu probieren. Der Nussmarkt hat eine lange Geschichte: Seit 1934 gibt es den Markt im Ourstädtchen. 1902 gab es in Vianden 2551 Nussbäume, das waren 19 Prozent des gesamten luxemburgischen Landesbestands. Zunächst war der Nussmarkt nur ein Randereignis am jeweils letzten Tag der Burgbeleuchtung der Saison. 1952 bis 1970 legten die Nusshänler in Vianden eine Pause ein. Seit 35 Jahren ist der Andrang zum "Veiner Nessmoort” wieder ungebrochen. Der Nussmarkt bedeutet viel Arbeit für die Vereine. Am Samstag vor dem Nëssmoort machen sich die einzelnen Vereine auf den Weg, um die Nüsse, die sie für den Nussmarkt benötigen, zu "schütten". Die Nüsse werden mit Hilfe einer "Rüttelmaschine" geerntet. Diese Maschine ermöglicht eine schnellere Ernte der Früchte. Einige Vereine lassen sich dennoch nicht davon abhalten, die traditionelle Version des "Nüsse-Schüttens" zu praktizieren.Erkennungs-Zeichen schwarze Hände

Dabei werden die Nüsse dann mit langen Holzstangen geerntet. Nachdem die Nüsse geschüttet wurden, müssen sie gewaschen und getrocknet werden. Wer diese Arbeit ohne Handschuhe erledigt, hat als Zeichen dieser Arbeit für einige Zeit die Hände von den Nüssen schwarz gefärbt. Die Vorbereitungen für den Nussmarkt beginnen allerdings nicht erst zwei Wochen vor dem Ereignis. Die Zubereitung der "Nëssdrëpp" dauert schon etwas länger. Die "Nëssdrëpp" wird aus den jungen Nüssen zubereitet, die mit der grünen Schale gepflückt werden. Sie werden dann auf Branntwein angesetzt und ergeben nach der nötigen Reife die "Nëssdrëpp".DAS PROGRAMM: Am Sonntag, 2. Oktober, 10 Uhr, öffnen die Stände und Geschäfte. Für Unterhaltung sorgen die "Veiner Wäisserten", die Zwei vom "Nëssmoortseck", Live-Musik und Tanzmusik auf dem Quai der l'Our sowie ein Disco-Team beim Kiosk. Das Zentrum ist von 10 bis 19 Uhr für den Verkehr gesperrt. Park & Ride ist möglich, Busse verkehren in der Stadt.