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200.000 Euro Spenden
Neue Hilfen für Unwetteropfer im Eifelkreis

FOTO: TV / Agentur Siko
Bitburg. Nach den schweren Regenfällen im Juni geht die Unterstützung für die Geschädigten weiter. Rund 200 000 Euro sind bis jetzt gespendet worden. Nun sollen auch höhere Beträge ausgezahlt werden. Von Ulrike Löhnertz
Ulrike Löhnertz

Die Katastrophe  ist vorbei, die Hilfe geht weiter. Nach den schweren Schäden durch die Unwetter im Juni hatten das Deutsche Rote Kreuz und der Eifelkreis Spendenkonten eingerichtet., Zudem hatte der Kreis 50 000 Euro für geschädigte Bürger zur Verfügung gestellt. Auf den Spendenkonten sind inzwischen mehr als 200 000 Euro eingegangen. „Die Spenden kommen jetzt langsamer als am Anfang, aber sie fließen immer noch“, sagt Rainer Hoffmann, Geschäftsführer des DRK im Eifelkreis. 60 Anträge auf Einzelfallnothilfe von jeweils 1500 Euro seien abgearbeitet, das Geld größtenteils ausgezahlt, sagt Hoffmann. Die Hilfen würden zunächst von den 50 000 Euro des Kreises ausbezahlt, erst dann will man an das Geld auf dem Konto gehen.

Ebenfalls aus den Spenden finanziert wurden die Lieferung, Wartung und der Transport von geliehenen Gebäudetrocknern, um das Wasser aus den Häusern der Geschädigten zu bekommen. 146 seien im Einsatz, für weitere gebe es Anfragen auf einer Warteliste. „Mehr Trockner werden wir voraussichtlich nicht brauchen, da immer wieder Geräte zurückkommen und vergeben werden“, sagt Hoffmann.

Die Bearbeitung von Notfallhilfe-Anträgen und der Verleih der Trockner laufe weiterhin, aber man wolle auch weitergehende Hilfe gewähren.

Heißt: Für Menschen und Vereine, die besonders betroffen sind und keine Hilfe durch den Staat oder Versicherungen bekommen, soll es Unterstützung geben. Im Gegensatz zur Notfallhilfe  gehe es, so Hoffmann, hier nicht um die Beschaffung von Dingen für den täglichen Bedarf wie Kleidung oder Nahrungsmittel, sondern um die Behebung weiterreichender Schäden, die das Unwetter verursacht habe. Ausbezahlt würden bis zu 5000 Euro für die Erneuerung von Böden und Gebäudeschäden oder  die Anschaffung  von Möbeln.

Hierbei gelte das gleiche Prozedere wie bei den Notfallhilfe-Anträgen: Die Betroffenen füllen die Anträge zusammen mit den Ortsbürgermeistern oder -vorstehern aus und geben diese an den Kreis weiter, der die Anträge prüft. Bei Bewilligung fließt Geld aus dem Hilfetopf des Kreises oder, wenn dieser leer ist, von den Spendenkonten. Auch Menschen, die 1500 Euro Notfallhilfe bekommen haben, können diese Einzelfallhilfen beantragen“, sagt Hoffmann.

Geschädigte, die die Einzelfallnothilfe von maximal 5000 Euro in Anspruch nehmen wollen, sollten sich an die Ortsbürgermeister/Ortsvorsteher wenden.
Wer helfen will: Hier die Angaben zu den Spendenkonten, Verwendungszweck „Unwetterkatastrophe Eifelkreis“: Kreissparkasse Bitburg-Prüm: IBAN: DE59 58650030 0008 0509 99, BIC: MALADE51BIT; Volksbank Eifel, IBAN: DE295866 0101 0002 0470 05, BIC GENODED1BIT