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Stadtrat
Neuerburger Stadtrat bestimmt zwei mögliche Termine für Bürgermeisterwahl

Die beiden frisch gewählten Geschäftsführer für das Gesundheitszentrum Neuerburg: Ingo Jakschies und Alexander Schaal.
Die beiden frisch gewählten Geschäftsführer für das Gesundheitszentrum Neuerburg: Ingo Jakschies und Alexander Schaal. FOTO: Nicolaj Meyer
Neuerburg. Der Neuerburger Stadtrat hat am Montagabend nicht nur mögliche Termine für die Bürgermeisterwahlen bestimmt, sondern auch die Geschäftsführer für das neue Gesundheitszentrum einstimmig gewählt. Nicolaj Meyer

Nötig sind die Wahlen, weil es Anna Kling nach acht Jahren im Amt als Stadtbürgermeisterin von Neuerburg im Oktober wieder nach München zog, ihre Heimat. Insofern vermisst die Stadt derzeit einen Regenten. Naja, zumindest offiziell, denn die Arbeit ist zu einem Fall für Fallis gworden, Lothar Fallis.

Der erste Beigeordnete leitete nicht nur die Stadtratssitzung am Montagabend, sondern auch die Geschäfte der Stadt. Er ist bereit für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. „Ich bin in fast allen Bereichen zu einhundert Prozent eingearbeitet. Es wäre fatal, wenn es in Neuerburg jetzt nicht weitergehen würde", erklärte er schon vor einigen Wochen auf TV-Anfrage. Der Stadtrat hat zwei mögliche Termine im Auge für eine neue Bürgermeisterwahl: 4. März und 25. Februar 2018. Dabei präferiert der Rat ersteren Termin, Stichwahl wäre jeweils zwei Wochen später.

Weiterer Schwerpunkt der Sitzung war das Gesundheitszentrum Neuerburg. „Die Bürger hatten viel Geduld mit dem Thema. Wir kamen nur in Teilschritten voran“, sagte Fallis. Nun sei es gelungen, ein Vertragsverwerk für eine gemeinnützige GmbH vorzulegen. Und damit könne man wiederum erstmals als Vertragspartner auftreten.

Einstimmig wurden bei der Ratssitzung auch zwei Geschäftsführer für das Gesundheitszentrum gewählt: Ingo Jackschies und Alexander Schaal. Danach gab es eifriges Tischklopfen, wieder ein Schritt nach vorn für das Projekt. Einer der beiden, Ingo Jakschies, stellte dann auch die Eckpfeiler des Gesundheitszentrums vor, „mit genug Adrenalin im Blut“, dass er beim Vortrag stehen könne. Hausärztliche Versorgung könne dort 2018 definitiv angeboten werden, ließ er wissen. Ein Anliegen sei ihm dort auch besonders, chronisch kranken Menschen helfen zu können.

Weiterhin gebe es viel Rückenwind durch etwa die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und die Krankenversicherung AOK. Die KV sei mit ihrem gesamten Vorstand zu Besuch in Neuerburg gewesen und habe sehr positive Rückmeldungen gegeben.

Ein weiteres Anliegen ist für Jakschies das bürgerschaftliche Engagement. Damit meint er verschiedene Selbsthilfegruppen oder Vereine. „Ich kann mir einen Kneippverein gut vorstellen. Das können sogar Senioren mit ihren Enkeln machen.“ Schaal hob vor dem Ende der öffentlichen Sitzung hervor, wie besonders dieses Konstrukt sei: „Es ist kein üblicher Prozess, dass eine Stadt eine GmbH mit gemeinnützigem Charakter gründet.“ Dass es dann am Ende auch gemeinnützig werden soll, darauf schaue auch das Finanzamt: „Die haben uns gesagt, es nur in die Satzung zu schreiben reiche nicht, lebt es auch!“

Info

Laut Kommunalwahlgesetz gibt es nur drei Monate Frist für die Neuwahl eines Bürgermeisters.

Falls es keine Bewerbungen gibt, kann der Stadtrat eine Person auswählen. Den Wahltermin legt die Kreisverwaltung fest.