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Neun Monate auf Bewährung für Schuss aus dem Gasrevolver

Bitburg. Weil er bei zwei Gelegenheiten Menschen mit einem Gasrevolver zunächst bedroht und später auch verletzt hat, ist ein 44-Jähriger am Bitburger Amtsgericht zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Frank Göbel

Zu neun Monaten Haft auf Bewährung hat das Bitburger Amtsgericht einen 44-jährigen Mann verurteilt, der in VG Bitburg-Land zweimal zu einer Gaspistole gegriffen hat, um sich gegen die seines Erachtens nach unrechtmäßige Zwangsräumung des von ihm bewohnten Hauses zu wehren (der TV berichtete).

Im September vergangenen Jahres feuerte er aus kurzer Distanz Reizgas auf den Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes. Dieser erlitt starke Schmerzen in den Augen und im Gesicht und musste bleibende Schäden befürchten, die sich letztlich jedoch nicht einstellten. Ebenso wurde ein Polizist von dem Gas getroffen und leicht verletzt.

Einige Wochen zuvor hatte der Angeklagte bereits seine Ex-Frau und deren Bekannten mit dem Revolver bedroht, der äußerlich kaum von einer echten Schusswaffe zu unterscheiden ist.

Für diese Taten sowie beleidigende Sätze gegen das Finanzamt und die Sparkasse auf seiner Internetseite wurde der Angeklagte, der bereits drei Wochen in Untersuchungshaft gesessen hat, jetzt insgesamt zu der neunmonatigen Haft auf drei Jahre Bewährung verurteilt.

Außerdem trägt er die Kosten des Verfahrens und zahlt sowohl an den Mitarbeiter des Schlüsseldienstes als auch an den getroffenen Polizisten jeweils 1000 Euro Schmerzensgeld.

Das Urteil wurde von allen Parteien angenommen.