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Infrastruktur
Radwege in der Eifel werden nach Unwetter wieder flott gemacht

Der Kyllradweg ist wieder freigeräumt und ist bald wieder befahrbar.
Der Kyllradweg ist wieder freigeräumt und ist bald wieder befahrbar. FOTO: TV / Landesbetrieb Mobilität Gerolstein
Bitburg-Prüm. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es nach den Unwettern an 37 Stellen massive Schäden an Verkehrswegen. Um die wieder herzurichten, müssen wenigstens 1,5 Millionen Euro investiert werden. Von Stefanie Glandien
Stefanie Glandien

 Die sintflutartigen Regengüsse, die im Eifelkreis Bitburg-Prüm gewütet haben, sind allen noch in schlechter Erinnerung. Während die Menschen mühsam ihre Häuser und Wohnungen wieder herrichten, warten auch noch viele Straßen und Radwege darauf, repariert zu werden.

„Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es insgesamt 37 Stellen, die wieder in Ordnung gebracht werden müssen“, sagt Harald Enders, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein. Darunter sind fünf Radwege. „Um die Unwetterschäden zu beseitigen, müssen wir insgesamt wenigstens 1,5 Millionen Euro investieren“, sagt Enders. Darin sei aber ein großer Hangrutsch noch nicht eingerechnet.

Sieben Straßen sind komplett gesperrt, andere einseitig. „Unsere Hauptaufgabe ist es im Moment, Baufirmen zu finden, die Aufträge übernehmen können. Wir sprechen zunächst Firmen an, die sowieso gerade für uns arbeiten und die wir dann für die dringend anstehenden Arbeiten umdirigieren.“

Besonders groß seien Schäden bei Brücken und kleinen Straßen, „die Bundesstraßen sind weniger das Problem“, sagt Enders.  Auch die Kostenübernahme sei soweit geklärt. Am stärksten betroffen ist das Land, das 750.000 Euro übernimmt. Der Eifelkreis zahlt 310.000 Euro und die Radwegbrücke zwischen Pronsfeld und Lünebach wird die Kommunen zwischen 200.000 und 250.000 Euro kosten, schätzt Enders.

Doch er hat auch eine gute Nachricht im Köcher.

„Die Finanzierung für alle Maßnahmen steht“, die Schäden würden vorrangig behoben, „bis spätestens nächstes Jahr.“ Dafür müssen Arbeiten an anderen Projekten etwas zurückstehen.

Unverhofft schnell kommt eine Lösung für den zurzeit gesperrten Abschnitt des Prümtalradwegs zwischen Lünebach und Pronsfeld, wo 15 Meter einschließlich Brücke von den Fluten weggerissen wurden. Dort wurde schon der Auftrag für den Bau eines Provisoriums erteilt und der vorzeitige Baubeginn vom Ministerium bereits genehmigt. „Ich rechne damit, dass die Arbeiten für den provisorischen Übergang noch im Juli in Angriff genommen werden“, sagt der Leiter des LBM, der in Amtshilfe die Planung übernommen hat.

Das Problem an dieser Stelle sei auch deshalb so dringend, weil die Umleitung über die vielbefahrende B 410 führt. Zudem sei der Prümtalradweg nach dem Maare-Mosel-Radweg der am stärksten frequentierte, den die Eifel habe. Die Dauerzählstelle, die bei Pronsfeld steht, habe 55.000 Radfahrer in einem Jahr registriert. Zum Vergleich: auf dem Kyllradweg bei Gerolstein registrierte die Zählstelle im gleichen Zeitraum nur die Hälfte. Ebenfalls gute Aussichten gibt es für den Kyll-Radweg. Dort war die Unterführung der B 50 zwischen der Albachmühle und Metterich komplett mit Geröll und Asphaltplatten versperrt. Der Bereich sei freigeräumt und werde noch diese Woche asphaltiert, sagt Enders.

Wegen einer Rutschung weiterhin gesperrt bleibt der Abschnitt des Radwegs im Nimstal bei Bickendorf. Eine Umleitung ist vorhanden. „Das werden wir in diesem Jahr nicht mehr angehen“, sagt Enders. Er rechnet mit Kosten in Höhe von 600.000 Euro, die auf die VG Bitburger Land zukommen. Die Planung und wie man das finanzieren soll, sei noch nicht geklärt.

So sah es nach dem Unwetter noch auf dem Kylltalradweg aus. Foto: LBM
So sah es nach dem Unwetter noch auf dem Kylltalradweg aus. Foto: LBM FOTO: TV / LBM Gerolstein
Es gibt gute Neuigkeiten: Die 15 Meter breite Lücke des Prümtalradwegs soll provisorisch überbrückt werden.
Es gibt gute Neuigkeiten: Die 15 Meter breite Lücke des Prümtalradwegs soll provisorisch überbrückt werden. FOTO: TV / Landesbetrieb Mobilität Gerolstein