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Verkehr
Edles Grün und freie Fahrt

Der Rollrasen wird täglich bewässert. Die Fahrbahnmarkierungen sind gemacht und am Dienstag wird die Strecke von Trier in Richtung Bitburg freigegeben.
Der Rollrasen wird täglich bewässert. Die Fahrbahnmarkierungen sind gemacht und am Dienstag wird die Strecke von Trier in Richtung Bitburg freigegeben.
Aach-Hohensonne. Ausgestattet  mit Rollrasen und Fahrbahnmarkierungen wird der Abschnitt der neuen B51-Trasse bei Hohensonne Dienstag für den Verkehr freigegeben. Uwe Hentschel

Der  neue B 51-Abschnitt bei Hohensonne wird heute für den Verkehr freigegeben. Und dann dürfen sich die Autofahrer nicht nur über besseres Vorankommen freuen, sondern auch über das saftige Grün entlang der Straße. In der Rinne zwischen Fahrbahn und Böschung wächst bereits das Gras. Wobei dort auch ordentlich nachgeholfen wurde. Neben der Fahrbahn wurde nämlich nicht etwa Grassamen verteilt, sondern auf beiden Seiten Rollrasen verlegt. Und damit dieser nicht vertrocknet, wurde er in den vergangenen Wochen regelmäßig gewässert. Und das nicht zu knapp und  zwei Mal am Tag. Um eine Seite Rasen zu bewässern, werden fünf Kubikmeter Wasser gebraucht. Bei dem ein oder anderen Verkehrsteilnehmer, der dort täglich vorbeifährt, wirft das durchaus Fragen auf.

Antworten darauf liefert Andreas Lamberty, zuständiger Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier. „Bei Entwässerungsmulden sind je nach Längsgefälle verschiedene Befestigungen vorgesehen: eine Rasenmulde, eine raue Sohlbefestigung oder eine Raubettmulde“, erklärt Lamberty Dies sei in den entsprechenden Regelwerken festgeschrieben und notwendig, um Erosion zu vermeiden, sagt er. Solche Erosionen gebe es gerade in der Anfangszeit.

Im Fall Hohensonne sei aufgrund der sehr guten Erfahrungen und vor allem wegen der wesentlich einfacheren Unterhaltung die Mulde mit Rollrasen befestigt worden. „Somit ist sofort eine feste Grasnarbe in der Straßenmulde vorhanden, welche das Oberflächenwasser schadlos ableiten kann“, sagt Lamberty. Zudem sei diese Variante wesentlich günstiger als eine  raue  Sohlbefestigung.

Was den enormen Bewässerungsaufwand der vergangenen Wochen betrifft, so räumt der LBM-Mitarbeiter ein, dass es aufgrund des trockenen Sommers sicher besser gewesen wäre, mit dem Rollrasen noch etwas zu warten. Aufgrund der bevorstehenden Freigabe des Streckenabschnitts hätte das dann aber wiederum zu vorübergehenden Verkehrseinschränkungen geführt. Und das habe man auf jeden Fall vermeiden wollen, sagt Lamberty. Zudem wäre dann in der Zwischenzeit nicht ausreichend Erosionsschutz vorhanden gewesen, was bei Regen zu Problemen hätte führen können.