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Rot und Blau trifft sich im Feuer

An der Gebietsübung am vergangenen Samstag in Hütterscheid waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Baustert, Hütterscheid, Mülbach, Oberweis, sowie das Technische Hilfswerk aus Bitburg beteiligt. Foto: Matthias Knechtges
An der Gebietsübung am vergangenen Samstag in Hütterscheid waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Baustert, Hütterscheid, Mülbach, Oberweis, sowie das Technische Hilfswerk aus Bitburg beteiligt. Foto: Matthias Knechtges
HÜTTERSCHEID. (mkn) Brand in einer Zimmerei und zwei vermisste Menschen – so lautete der Lagebericht zur diesjährigen Gebietsübung. Neben den Freiwilligen Feuerwehren aus Baustert, Hütterscheid, Mülbach und Oberweis war auch das Technische Hilfswerk (THW) aus Bitburg an der Übung beteiligt.

Als die Feuerwehren die Zimmerei in Hütterscheid erreichen, dringt bereits dunkler Rauch - erzeugt durch Nebelmaschinen - aus dem Gebäude. Schnell wird die Lage ausgerufen, und die einzelnen Feuerwehren beginnen mit ihrem Teil der Arbeit. Es werden Schläuche verlegt, eine Wasserversorgung hergestellt, und einige Feuerwehrleute und Helfer des THW dringen - mit Pressluftatmern ausgerüstet - in das verrauchte Gebäude ein. Schon nach kurzer Zeit werden die vermissten Menschen gefunden und in Sicherheit gebracht. Hermann Schilz, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bitburg-Land, ist mit dem Ablauf sehr zufrieden: "Die Übung war von den Hütterscheidern sehr gut durchdacht, und auch der Ort war realistisch." Auch den Einsatz des THW, das bei der Herstellung der Wasserversorgung und der Bergung der Vermissten half, wird von Schilz gelobt. Generell soll das THW immer stärker in die Feuerwehrübungen integriert werden. Während es noch vor einigen Jahren eine strikte Trennung zwischen Technischem Hilfswerk und Feuerwehr gab, ist für viele das THW heute eine Feuerwehr in der Farbe blau. "Die Zusammenarbeit hat gut geklappt", lobt auch Thorsten Pallien, stellvertretender Zugführer beim THW in Bitburg, die Akteure. Für Reinhart Himpler, Wehrführer der Oberweiser Feuerwehr, sind die gemeinsamen Übungen sehr wichtig, denn schließlich werde bei einem Einsatz jeder Mann gebraucht, und jeder müsse genau wissen, für welche Aufgabe er zuständig sei. Auch sei längst nicht jede Freiwillige Feuerwehr im Besitz einer kompletten Ausrüstung. Eine Rettungsschere beispielsweise besitzen demnach in der VG Bitburg-Land nur die Wehren aus Dudeldorf, Oberweis und Wolsfeld. Schon aus diesem Grund sei eine Zusammenarbeit der Wehren untereinander erforderlich.