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Sebastian Peifer wird neuer Pfarrer

 Sebastian Peifer übernimmt die vakante Stelle von Pfarrer Stefan Trauten. Foto: Martin Brunker
Sebastian Peifer übernimmt die vakante Stelle von Pfarrer Stefan Trauten. Foto: Martin Brunker FOTO: (e_eifel )
Neuerburg. 16 Monate lang hatte die Pfarreiengemeinschaft Neuerburg keinen Pfarrer mehr. Nun ist die Stelle wieder besetzt. Der langjährige Kaplan und Kooperator Sebastian Peifer wird am Sonntag, 3. Januar, um 10.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Neuerburg feierlich in sein neues Amt eingeführt. Auch für ihn kam die Berufung überraschend.

Neuerburg. Unverhofft kommt oft. Und für Sebastian Peifer, der seit 2008 als Kaplan und seit 2011 als Kooperator in und um Neuerburg herum gearbeitet hat, war die Berufung zum Pfarrer eine freudige Überraschung. "Es ist normalerweise nicht üblich, dass man mehrere Ämter auf einer Stelle ausübt", sagt der 37-Jährige.
Nachdem sein ehemaliger Chef, Pfarrer Stefan Trauten, vor 16 Monaten nach Heusweiler ins Saarland gewechselt ist, war seine Stelle vakant. Die Verwaltung der 14 Pfarreien hat Sebastian Peifer übernommen.
2008 hatte er als Kaplan die Orte Neuerburg, Ammeldingen, Karlshausen, Rodershausen und Koxhausen mit betreut. 2011 kamen Mettendorf, Altscheid, Weidingen, Utscheid und Lahr hinzu. Wenige Monate später folgten Körperich, Geichlingen, Kruchten und Nusbaum.
Damit ist die Pfarreiengemeinschaft Neuerburg die mit den meisten Pfarreien im Bistum, erklärt Peifer. "Aber nicht die mit den meisten Katholiken - ich betreue rund 7800."
Peifer ist in Koblenz geboren und trat nach dem Studium seine erste Stelle im saarländischen Nunkirchen, einem Stadtteil von Wadern, an. Jetzt lebt er in Koxhausen. Woanders bewerben wollte er sich nicht. "Ich werde hier gebraucht", sagt er. Deshalb hat er sich auch gefreut, als Bischof Stephan Ackermann ihn gefragt hat, ob er die Nachfolge von Stefan Trauten antreten möchte. "Ich bin hier vertraut mit allem - nach so vielen Jahren hängt man an den Gemeinden", sagt er.
Danach gefragt, wo seine Stärken liegen, antwortet er bescheiden: "Das müssen andere beurteilen." Ihm sei es ein Anliegen, "den Leuten in der Kirche so viel Heimat wie möglich zu geben."
Für die Zukunft hat er sich vorgenommen, "das viele Gute, das wir begonnen haben, weiterzuführen." Die Zusammenarbeit solle weiter gestärkt werden. Er wünsche sich, dass man mehr miteinander statt gegeneinander spreche, "damit es wirklich eine Pfarreiengemeinschaft wird, wo es um die Sache der Kirche geht."
Für ihn bedeutet sein neues Amt ein weites Aufgabenfeld. "Ich habe mit jungen wie mit alten Menschen zu tun - also mit der vollen Bandbreite des Lebens." Das mache diesen Beruf so vielfältig. Natürlich gebe es bei so vielen Pfarreien auch Spannungen, aber das Organisieren und Prägen mache ihm Spaß. Und zu überlegen, wie Kirche heute funktionieren könne - das sei eine unheimlich faszinierende Aufgabe.
Und damit er das nicht ganz alleine tun muss, kann er auf bewährte Kräfte bauen. Ihm zur Seite stehen Kooperator Pater Horst Brandt, die Gemeindereferentin Hilde Telkes und Pfarrer Werner Assmann, Priester im Ruhestand. sn
Sebastian Peifer wird am Sonntag, 3. Januar, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Neuerburg, durch Pastor Hermann-Josef Norta, als Pfarrer eingeführt. Die Kirchenchor-Gemeinschaft Neuerburg/Ammeldingen übernimmt die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Zum Einzug in und Auszug aus der Kirche spielt der Musikverein Neuerburg.