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Sportstunde auf Rädern

 Bill Johnson, Trainer der kanadischen Damen-Nationalmannschaft, die kanadische Nationalspielerin Tara Feser und Günter Ewertz, Übungsleiter beim RSC Rollis Trier, trainieren mit Schülern der Bitburger St. Matthias Realschule (von links). Foto: privat
Bill Johnson, Trainer der kanadischen Damen-Nationalmannschaft, die kanadische Nationalspielerin Tara Feser und Günter Ewertz, Übungsleiter beim RSC Rollis Trier, trainieren mit Schülern der Bitburger St. Matthias Realschule (von links). Foto: privat
Rollstuhl steuern, Ball kontrollieren, Mitspieler beobachten: In einer Trainingsstunde mit den RSC Rollis Trier haben die Schüler der Klasse 5c der Realschule St. Matthias in Bitburg Einblick in den Rollstuhlbasketball erhalten.

Bitburg. (red) Ein Bus mit Anhänger, beide gefüllt mit Sportrollstühlen, hat in der Realschule St. Matthias in Bitburg Station gemacht. Denn für die Klasse 5c, in die die 11-jährige Rollstuhlfahrerin Anna Nickels aus Arzfeld geht, war Sportunterricht im Rollstuhl angesagt. Anna Nickels spielt seit 2 Jahren im Juniorenteam der Rollstuhlbasketballer RSC Rollis Trier mit - in dem Team, das auch für die TV Sportlerwahl in der Kategorie "Nachwuchsmannschaft des Jahres" nominiert ist.

Günter Ewertz, Übungsleiter beim RSC Rollis Trier und Jugendtrainerin Tara Feser, kanadische Nationalspielerin und fester Bestandteil der Bundesligamannschaft Immovesta Dolphins Trier, wurden von keinem Geringeren als dem Nationaltrainer der kanadischen Damen-Nationalmannschaft beim Training der Schüler verstärkt.

Bill Johnson, der seine Schützlinge zurzeit in Deutschland besucht, wollte mit seinem Einsatz helfen, die Leistungen der Rollstuhlsportler für die Klassenkameraden von Anna Nickels bewusster zu machen. So wurden in zwei Schulstunden Grundlagentraining, Spiele und gezielte Übungen ausprobiert.

Schüler haben Spaß an den Aufgaben



Dabei erledigten alle Schüler im Rollstuhl die Aufgaben mit Spaß. Sie mussten aber auch feststellen, wie anstrengend und schwer es ist, den Sportrolli zu steuern, den Ball zu kontrollieren und gleichzeitig die Mitspieler im Blickfeld zu behalten. "Es ist eine gute Sache, die mehr Verständnis füreinander bringt", zog Klaus Schuh, Sportlehrer der Klasse, sein Fazit. Er wolle diese Aktion auch weiteren Kollegen empfehlen. Außerdem bedankte er sich für den Besuch und das tolle Training - sogar mit einem Nationaltrainer.