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Stadtrat unterstützt Bau einer Gesundheitsstation in Afrika

Bitburg. Der Priester Abbé Daniel Bilong aus Kamerun berichtet in der Ratssitzung über die Probleme in seinem Heimatdorf Nkoumissé Sud wie die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit. Seine Bitte um Geld für ein Hilfsprojekt wird erhört. Ein Ratsmitglied beeindruckt mit einer ungewöhnlichen Zusage. Maria Adrian

Bitburg Etwa 5000 Kilometer ist das Dorf Nkoumissé Sud von Bitburg entfernt. Es liegt im tropischen Regenwald, das Klima ist feucht bei Temperaturen zwischen 20 und 35 Grad. Krankheiten wie Malaria, Aids, Hepatitis, und Tuberkulose gehören zum Alltag, und es fehlt an einer ärztlichen Grundversorgung.
Solche Themen stehen normalerweise nicht auf der Tagesordnung einer Stadtratssitzung. Dass die Ratsmitglieder nun darüber informiert werden, ist der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu verdanken. Sie haben den Antrag gestellt, dass die Stadt eine Partnerschaft mit dem afrikanischen Dorf im Sinne einer Kooperation eingeht, um gezielt helfen zu können. "Die Initiative ,Bitburg für eine solidarische Welt' hat seit geraumer Zeit die Kinderhilfe Nkoumissé Sud unter ihrem Dach", erläutert Peter Berger von den Grünen und gibt das Wort an den Mitbegründer der Kinderhilfe, Abbé Daniel Bilong. Der Priester aus Kamerun war 2014 als Ferienvertretung zur Pfarreiengemeinschaft Bitburg gekommen. Zusammen mit der Initiative Bitburg für eine solidarische Welt hat er schon Geld gesammelt, mit dem Kindern in seinem Heimatdorf der Schulbesuch ermöglicht werdem konnte. Dem Rat dankt der Abbé, dass er über das Projekt sprechen kann. "Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Kinder gesund auf die Welt kommen können", erklärt der Priester. Denn laut Statistik sterben in Kamerun jährlich 22 000 Kinder und 6000 Mütter bei der Geburt - auch weil Hebammen fehlen. Insgesamt sei die Lebenserwartung sehr gering und es gebe daher auch viele Waisenkinder.
Mit der Ambulanz-, Vorsorge- und Geburtshilfestation soll die gesundheitliche Situation verbessert werden. Geplant sind auch ein Ganztagskindergarten mit Kantine und die Einrichtung einer Näherei, damit alleinstehende und minderjährige Mütter eigenes Geld verdienen können.
Bilong, der an der Universität Bonn an seiner Promotion arbeitet, will Garant sein, dass der Kontakt nach Kamerun gehalten wird, und dass das Geld dort auch ankommt, versichert er abschließend. Ratsmitglied Michael Ludwig tut sich mit dem Gedanken an eine Städtepartnerschaft schwer, wie er sagt. Er will aber das Hilfsprojekt gern unterstützen und schlägt vor, das Sitzungsgeld zur Verfügung zu stellen. Dem stimmt der Stadtrat einstimmig zu.
Dann sorgt ein anderes Ratsmitglied für Erstaunen und Anerkennung bei den Zuhörern. Bis nächstes Jahr will der Kommunalpolitiker, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, 40 000 Euro für die Gesundheitsstation zur Verfügung stellen. Er habe sich spontan entschieden, zu helfen, damit das Projekt starten könne. Zusammen mit Freunden und Geschäftspartnern wolle er die Summe aufbringen.
Auch Marieluise Niewodniczanska (FDP) hat sich in der Sitzung entschieden, 5000 Euro für das Projekt zu spenden.
Wer für die Gesundheitsstation in Nkoumissé Sud spenden möchte, kann das auf folgendes Konto tun:
Initiative Bitburg für eine
solidarische Welt, Kennwort Kinderhilfe
Volksbank Bitburg,
DE 63586601010202021593.