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Vorsorge
TV-Forum: Was tun, wenn die Flut kommt?

Überschwemmt: Straße in Pittenbach.
Überschwemmt: Straße in Pittenbach. FOTO: Fritz-Peter Linden
Bitburg/Prüm/Wittlich. Immer öfter führen heftige Regenfälle zu Überflutungen in Städten und Dörfern. Der TV bittet deshalb zur Diskussion über das Thema Starkregen - mit Experten, die sich den Fragen der Leser stellen: Am Mittwoch, 17. Oktober, 19.30 Uhr, in Oberkail im Saal Kayl (Kyllburgerstraße 7). Von Hans-Peter Linz
Hans-Peter Linz

 Es ist erst wenige Monate her, dass viele Ortschaften in der Eifel geradezu in Wasserfluten versanken. Plötzliche, extrem heftige Regenfälle verursachten einen Stau in der Kanalisation, weiteres Wasser flutete von den Äckern in die Orte.

Katastrophale Zustände herrschten in Pronsfeld, Lünebach, Irrhausen, Dudeldorf, Badem, Kyllburg, Spangdahlem, Nimshuscheid und etlichen weiteren Dörfern. Im Eifelkreis wurde die Alarmstufe 4 ausgerufen, unzählige Häuser waren überflutet, das Telefonnetz fiel in mehreren Orten aus, auch die Trinkwasserversorgung war zeitweise unterbrochen. Selbst der Zugverkehr auf der Eifelstrecke musste eingestellt werden.

Innerhalb weniger Minuten stieg damals  das Wasser um 20 bis 30 Zentimeter. Die Kanalisation war mit den Wassermassen schlichtweg überfordert. Straßen wurden überschwemmt und vom Schlamm bedeckt, Keller geflutet, Eisenbahnschienen von Geröll verschüttet. Der Schaden ging in die Millionen. Das geschah in diesem Jahr mehrfach und nicht nur in der Eifel, in der mehr als  1000 Einsatzkräfte damals unterwegs waren.

„Eine solche Situation hatten wir noch nie,“ bemerkte damals der Feuerwehrinspekteur des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Jürgen Larisch.
Denn auch in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Trier-Land und jüngst auch in der Stadt Trier gab es  mehrere Starkregen­ereignisse. Im Mai setzte innerhalb kürzester Zeit ein Hagelregen mit Gewitter an der Mosel ein. Bis zu 30 Zentimeter Eis lagen in Gärten und auf den Straßen, die unpassierbar wurden. Gewitter und Unwetter suchten besonders im Frühsommer die Region heim. Neben dem aktuellen Einsatz im Katastrophenfall, wie etwa Keller leer pumpen, Häuser und Gegenstände sichern, zählen auch die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter zu den Arbeiten, die mit einem solchen Starkregen verbunden sind. Geröll und Schlamm müssen entfernt werden, Straßen wieder passierbar gemacht werden.

 Solche immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse stellen die Hilfskräfte vor Ort vor eine Belastungsprobe und verursachen große Schäden in Millionenhöhe. Wie kann man sich besser darauf vorbereiten? Wie kommt es zu diesen Wetterlagen?

Diese und weitere Fragen sind Thema des TV-Forums „Katastrophenvorsorge“ am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Saal Kayl in Oberkail. Experten und Betroffene werden in einer Podiumsdiskussion über das Thema sprechen. Unter anderem haben zugesagt: Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Martin Angelmaier, Experte für Starkregen-Prävention aus Niederösterreich, die Professoren Markus Casper und Tobias Schütz von der Universität Trier, Landrat Joachim Streit und ein Experte des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Karl-Heinz Blaut. Für Fragen an die Chefredaktion des Trierischen Volksfreunds wird der stellvertretende Chefredakteur Damian Schwickerath beim Forum dabei sein. Die Moderation übernimmt TV-Redakteur Hans-Peter Linz.

Land unter in der Eifel - Katastrophale Zustände besonders in Dudeldorf und Badem
Land unter in der Eifel - Katastrophale Zustände besonders in Dudeldorf und Badem FOTO: TV / Florian Blaes
Land unter in der Eifel: Von Habscheid bis Dudeldorf wurden Orte im Juni geflutet. Orte, in denen man ein solches Unwetter bis dahin nie erwartet hätte.
Land unter in der Eifel: Von Habscheid bis Dudeldorf wurden Orte im Juni geflutet. Orte, in denen man ein solches Unwetter bis dahin nie erwartet hätte. FOTO: Fritz-Peter Linden
In der Nacht auf Montag sind erneut heftige Unwetter über die Eifel gezogen. Besonders stark hat es die Orte  Ehlenz, Niederweiler und Oberweiler in der VG Bitburger Land getroffen. In Kyllburg wurden Menschen evakuiert.
In der Nacht auf Montag sind erneut heftige Unwetter über die Eifel gezogen. Besonders stark hat es die Orte Ehlenz, Niederweiler und Oberweiler in der VG Bitburger Land getroffen. In Kyllburg wurden Menschen evakuiert. FOTO: TV / Agentur Siko
Ein Unwette rhat am 9. Juni 2018 über dr Eifel gewütet. Besonders betroffen waren Orte in der VG Bitburger Land.
Ein Unwette rhat am 9. Juni 2018 über dr Eifel gewütet. Besonders betroffen waren Orte in der VG Bitburger Land. FOTO: Rudolf Höser / Rudolf HOESER