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Todesfall im Bitburger Krankenhaus gibt Rätsel auf

Das Krankenhaus wächst und wächst. TV-Archivfoto: Portaflug Föhren
Das Krankenhaus wächst und wächst. TV-Archivfoto: Portaflug Föhren FOTO: Portaflug Föhren
Bitburg. Einem Medienbericht zufolge soll ein Patient im Bitburger Marienkrankenhaus gestorben sein, weil ihm keine adäquate Hilfe geleistet worden ist. Am Montag hat sich die Staatsanwaltschaft in den Fall eingeschaltet. Die Frau des Gestorbenen erhebt keine Vorwürfe gegen die Klinik. Marek Fritzen

Ist ein Patient im Bitburger Marienkrankenhaus Anfang März gestorben, weil weder Ärzte noch Pfleger ihm in einer Notsituation adäquate Hilfe geleistet haben? Das berichtet der Bitburger Wochenspiegel.
Dem Bericht zufolge sei der Mann am Samstag, 7. März wegen Atemnot stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Rasch sei es ihm danach wieder besser gegangen, doch in der Nacht auf Montag, 9. März, habe sich sein Zustand plötzlich drastisch verschlechtert: Der Mann habe erneut schwere Atemprobleme bekommen. Sein Zimmernachbar soll daraufhin mehrere Male den Alarmknopf gedrückt haben, woraufhin Krankenschwestern erschienen seien - ein Arzt sei allerdings nicht gekommen.An Herzinfarkt gestorben?


Erst nachdem sich der Zustand des Patienten im Laufe der Nacht weiterhin verschlechtert habe, und der Mann am Morgen blau angelaufen sei, seien mehrere Ärzte im Krankenzimmer erschienen.
Der Patient sei daraufhin in den Schockraum gebracht worden, wo er reanimiert und im Anschluss auf die Intensivstation verlegt worden sei. Dort soll er am Mittwoch, 11. März, an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben sein. Ein zweiter Zeuge, der ebenfalls auf dem Zimmer des Mannes gelegen haben soll, habe den Vorfall bestätigt, berichtet der Wochenspiegel.Klinik prüft Vorfall


TV-Anfrage beim Marienkrankenhaus. Was ist dran am Medienbericht? Hat sich der Vorfall tatsächlich so zugetragen? Wir erreichen Heribert Frieling, Leiter der Stabsstelle Unternehmenskommunikation beim Klinikum. Er bestätigt den Fall nicht, doch er dementiert ihn auch nicht.

Frieling sagt lediglich: "Wir prüfen das derzeit minutiös, wollen uns ein sorgfältiges Bild machen und sprechen mit Ärzten und Pflegern. "Zu Einzelheiten möchte sich Frieling am Montag nicht äußern.

Bei der Polizei ist bisher keine Anzeige zu diesem Fall eingegangen. "Wir haben davon nichts gehört", heißt es von Seiten der Bitburger Beamten. Auch der Kripo ist nichts bekannt. Allerdings berichtet der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen aus Trier, dass der Staatsanwaltschaft ein Hinweis eines Zeugen in diesem Fall vorliegt. "Wir werden das prüfen, das ist allerdings kein Ermittlungsverfahren", betont Fritzen.

Unterdessen erhebt die Ehefrau des gestorbenen Patienten keine Vorwürfe gegen das Bitburger Krankenhaus, sie wolle lediglich das Gespräch mit der Leitung des Klinikums suchen, heißt es.