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Auf ein Wort: Torsten Hauer
„Wer mitarbeitet, entscheidet auch mit“

 Auf ein Wort: Torsten Hauer
Auf ein Wort: Torsten Hauer FOTO: TV / Maria Adrian
Torsten Hauer ist seit Sommer 2017 Leiter des Hauses der Jugend (HdJ) in Bitburg. Er kennt die Einrichtung in Trägerschaft des Bistums Trier seit 19 Jahren, ist dort, wie er sagt, selbst groß geworden. Von Maria Adrian
Maria Adrian

Besonders stark sieht er das HdJ, das offen für jedermann ist – unabhängig von der Konfession– in der Integrationsarbeit und in der Freizeitbetreuung.

Herr Hauer, vor welchen Herausforderungen steht die heutige Jugend und somit auch das HdJ?, im Vergleich zu früher?

Hauer: Die Wünsche und Bedürfnisse der Jugend an sich haben sich nicht großartig geändert, aber die Rahmenbedingungen schon. Durch die schulischen Anforderungen und die Ganztagsschule haben Kinder und Jugendliche weniger Zeit für sich zur Verfügung. Hinzu kommt die gesellschaftliche Veränderung, nämlich dass häufig beide Eltern berufstätig sind. Die Nachfrage nach unseren Ferienfreizeiten ist daher auch sehr groß. Bei der Betreuung der Grundschulkinder haben wir mittlerweile die doppelte Teilnehmerzahl.

Was kann Kinder und Jugendliche stark fürs Leben machen?

Hauer: Wir akzeptieren sie, wie sie sind, hören ihre Meinung und auf ihre Bedürfnisse. Sie sollen dazu befähigt werden, eigenverantwortlich und gesellschaftskritisch zu leben und sich sinnvoll zu beschäftigen. Und wer mitarbeitet, soll auch mitentscheiden. Zum Gelingen der Einrichtung HdJ können Jungs und Mädchen ihren Teil dazugeben. Und das wird auch angenommen, wir haben über 150 ehrenamtliche Mitglieder aller Altersstufen.

Hypothetische Frage: Was würden Sie mit einem plötzlichen Geldsegen für das HdJ tun,  was würden Sie   anschaffen?

Hauer: Es gibt viele Bereiche, die es instand zu halten gibt, es ist und bleibt ein altes Gebäude. So muss zum Beispiel die Kegelbahn renoviert werden. Es gibt kein „Das müssen wir unbedingt haben“. Wir würden das Geld nachhaltig und sinnvoll ausgeben.