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Und alle bauen mit

Den Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses haben die Wißmannsdorfer nahezu komplett in Eigenleistung gestemmt. Unterstützt wurde Wehrführer Rudolf Winter (links) dabei unter anderem von Feuerwehrmann Matthias Hommerding. TV-Foto: Uwe Hentschel
Den Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses haben die Wißmannsdorfer nahezu komplett in Eigenleistung gestemmt. Unterstützt wurde Wehrführer Rudolf Winter (links) dabei unter anderem von Feuerwehrmann Matthias Hommerding. TV-Foto: Uwe Hentschel
Wißmannsdorf. Rund 260 000 Euro werden derzeit in den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Wißmannsdorf investiert. Kommendes Jahr soll das große Gebäude bezugsfertig sein. Uwe Hentschel

Wißmannsdorf. Wenn man die Hauptstraße von oben herunterfährt, wirkt es auf den ersten Blick wie ein normales Wohnhaus. Kommt man allerdings von unten, so offenbart sich die eigentliche Bestimmung und das wahre Ausmaß. Allein das Erdgeschoss hat eine Höhe von fast vier Metern. Und darüber sind noch zwei weitere Stockwerke. Neben Fahrzeughalle und Technikraum wird die neue Feuerwache in Wißmannsdorf in dem darüber liegenden Geschoss einen Schulungsraum, Toiletten und Duschen sowie im Dachgeschoss einen Lagerraum beheimaten.
Dass es für einen Ort mit rund 440 Einwohnern schon ein recht großes Feuerwehrgerätehaus ist, räumt Rudolf Winter ein. Doch was die Höhe des Erdgeschosses betreffe, so richte sich diese nach den Vorgaben des Landes, erklärt Winter, der nicht nur Ortsbürgermeister, sondern auch Wehrführer der Wißmannsdorfer Feuerwehr ist. Und dass die Feuerwehr trotz der beachtlichen Größe mit den veranschlagten Baukosten auskomme, liege zum einen daran, dass der Planer umsonst gearbeitet habe und für die Bauleitung auch nur der Kostenaufwand bezahlt werden müsse. Zum anderen aber vor allem an der enormen Eigeninitiative. "Wir haben bis aufs Dach den kompletten Rohbau in Eigenleistung gestemmt", sagt der Wehrführer. Und geholfen hätten dabei nicht nur die Mitglieder der 25-köpfigen Feuerwehr, sondern auch viele Bürger aus dem Dorf. Seit Baubeginn im vergangenen August seien somit bereits 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden.
"Wir sind jetzt mit unseren Ausgaben bei 75 000 Euro", erklärt Winter. Und es gebe derzeit keine Anzeichen dafür, dass man mit den geplanten Kosten nicht auskommen werde. Insgesamt 262 000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Abzüglich der 30 000 Euro Eigenleistung übernimmt die Feuerwehr Wißmannsdorf laut Kostenaufstellung weitere 10 000 Euro. 66 000 Euro kommen vom Land, und die restlichen 156 000 Euro trägt die Verbandsgemeinde Bitburg-Land.
Für Winter, seit Jahrzehnten Wehrfüher im Ort, ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Seit Jahren bemühe man sich aufgrund der derzeit schlechten Platzverhältnisse um ein neues Feuerwehrgerätehaus, erklärt er. Zwar sei die neue Fahrzeughalle für den alten VW-Transporter der Wißmannsdorfer Wehr recht großzügig. Doch komme die Feuerwehr in absehbarer Zeit ohnehin nicht um die Anschaffung eines neuen und wahrscheinlich auch größeren Fahrzeugs drum herum, fügt er hinzu. Und bevor es zu Platzproblemen komme, habe man vorgesorgt.