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Stadtentwicklung
Vollbremsung beim Standort-Poker

Es knirscht: Das Gebäude des alten Rewe-Centers in der Saarstraße ist ebenso in die Jahre gekommen wie die Pläne, dort die Neuansiedelung eines Lebensmittelmarktes zu verhindern. Ausgang ungewiss.
Es knirscht: Das Gebäude des alten Rewe-Centers in der Saarstraße ist ebenso in die Jahre gekommen wie die Pläne, dort die Neuansiedelung eines Lebensmittelmarktes zu verhindern. Ausgang ungewiss. FOTO: TV / Christian Altmayer
Bitburg. Mit dem Bebauungsplan „Südliche Saarstraße“ will die Stadt verhindern, dass sich am derzeitigen Standort des Rewe Centers noch mal ein Lebensmittelmarkt ansiedelt. Stattdessen war gewünscht, dass Rewe etwas näher an die Innenstadt rückt. Doch der Bauausschuss hat dagegen gestimmt. Von Dagmar Schommer
Dagmar Schommer

Und jetzt dann auf einmal doch nicht. Seit mehr als drei Jahren planen und diskutieren Bauausschuss und Stadtrat über eine Verlagerung des Rewe-Standorts. Das Ziel: Die Lebensmittelkette soll von ihrem derzeitigen Standort am südlichen Ende der Saarstraße ein Stück weiter Richtung Innenstadt an die Ecke Saarstraße/Industriestraße ziehen (siehe Grafik). Und zunächst schien alles gut zu passen.

Es gibt einen Investor, der auf dem so genannten Maurer-Conrady-Gelände an der Ecke Saarstraße/Industriestraße einen neuen modernen Markt errichten will: die Beda-Invest Saarstraße GmbH & Co KG, die die Bitburger Projektentwickler Stefan Kutscheid und Christian Schenk gegründet haben. Und die haben 2017 mit Rewe einen Mietvertrag für den neuen Standort gemacht. Denn Rewe wiederum will aus der alten Immobilie raus, weil sich das neue Konzept der Kette dort nicht ohne erheblichen baulichen Aufwand umsetzen lässt.

Die Stadt wiederum – so wurde jedenfalls mehrheitlich seit drei Jahren in den Gremien argumentiert – sieht es gerne, wenn der Lebensmittelmarkt ein Stück näher an die Innenstadt rückt. Und damit am alten Standort nicht wieder ein großer Lebensmittelmarkt entsteht, ist man seit Jahren eben mit dem Bebauungsplan „Südliche Saarstraße“ beschäftigt.

Darin soll geregelt werden, dass an diesem Standort eben kein Sortiment mehr zugelassen wird, das für die Innenstadt als relevant gilt. Dazu gehören beispielsweise neben Lebensmitteln auch Bekleidung, Schuhe oder Produkte für die Körperpflege. Kurzum eben all das, von dem man sich viele Kunde in der Innenstadt verspricht. Die soll mit solchen so genannten Frequenzbringern gestärkt werden. Während am Standort des heutigen Rewe-Centers dann ein Baumarkt oder eine Zoohandlung oder ein Industriebetrieb möglich wären, aber eben kein großer Lebensmittelmarkt mit Bekleidung, Schuhe und dem ganzen Drum und Dran.

Das wiederum durchkreuzt aber die Pläne der Kette Kaufland, die nach Auskunft der Stadtverwaltung offenbar interessiert ist, sich am südlichen Ende der Saarstraße anzusiedeln. Dafür soll das alte Rewe-Center abgerissen werden und ein neuer, moderner Markt gebaut werden. Im Gespräch sind rund 3300 Quadratmeter sowie eine so genannte Mall mit kleinflächigen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben von 240 Quadratmetern.

Genau das wäre aber, wenn der Bebauungsplan „Südliche Saarstraße“ beschlossen wird, nicht mehr möglich. Sobald am bestehenden Gebäude etwas verändert wird, zerfällt der Bestandsschutz. Gleiches gilt bei einem Abriss. Und genau deshalb arbeiten Verwaltung und Gremien seit Jahren an diesem Bebauungsplan. Laut Einzelhandels- und Zentren-Konzept der Stadt soll nämlich verhindert werden, dass die Innenstadt ausblutet, während sich auf der „grünen Wiese“ ein großes Handelsgeschäft neben dem nächsten ansiedelt – und mehr und mehr Kunden an den Stadtrand zieht.

Das Ganze beschäftigte zwischenzeitlich sogar das Verwaltungsgericht Trier und das Oberverwaltungsgericht Koblenz. Denn die Grundstückseigentümer sind nicht damit einverstanden, dass dort kein  neuer Lebensmittelmarkt gebaut werden darf. Schließlich gibt es mit der Handelskette Kaufland einen Interessenten. Gegen die Veränderungssperre, die die Stadt verhängt hatte, so lange der Bebauungsplan für das Gebiet noch nicht in Kraft ist, hatte der Grundstückseigentümer, die Trierer Firma GIB, geklagt. Aber die Sperre, mit der geregelt wird, dass keine „baulichen Veränderungen“ auf dem Gelände vorgenommen werden dürfen, hat nach Urteil der Koblenzer Richter Bestand. Ein wichtiger Schritt, für die nächste Hürde: der Beschluss des Bebauungsplans. Doch dazu kam es nicht – zumindest nicht im Bauausschuss.

Dort sagte Sigrid Steffen (SPD), dass sie mit Kunden des Rewe-Centers gesprochen habe – und aus deren Sicht der Standort am Südende der Stadt optimal sei. Alexander Jutz (Grüne) wiederum ist der Überzeugung: „300 Meter weiter hin oder her machen für die Innenstadt keinen Unterschied.“ Er stellte damit das Hauptargument der Stadt in Frage, dass ein Umzug des Rewe überhaupt dem von der Stadt gewünschten Ziel dient, „ein zu starkes Gegengewicht zum Innenstadtangebot am südlichen Ende der Saarstraße zu vermeiden“, wie es in der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt. Die Ansicht der Grünen teilt auch Agnes Hackenberger (FBL).

Am Ende wurde der Bebauungsplan mit sieben (CDU und FDP) gegen neun Stimmen (Grüne, SPD, FBL und Liste Streit) abgelehnt. Abschließend wird darüber nun am Donnerstag, 27. September, der Stadtrat beraten.

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