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Von der Schule in die Stadt

Verkehrsvereinschefin Birgit Nolte-Schuster (Zweite von links) und Kunstlehrer Martin Adrian (links) sowie Schüler des Regino-Gymnasiums legten den "Grundstein" für das Projekt "Kunst in die Stadt".Foto: Manfred Reuter
Verkehrsvereinschefin Birgit Nolte-Schuster (Zweite von links) und Kunstlehrer Martin Adrian (links) sowie Schüler des Regino-Gymnasiums legten den "Grundstein" für das Projekt "Kunst in die Stadt".Foto: Manfred Reuter
PRÜM. Die Abteistadt als Kunstort etablieren möchte nun auch der Verkehrsverein. Schüler des Regino-Gymnasiums haben damit begonnen, Prümer Schaufenster mit Steinskulpturen, Bildern und Collagen zu schmücken. ARRAY(0x11306ba0)

Die neue Vorsitzende des Verkehrsvereins der Stadt Prüm, Birgit Nolte-Schuster, setzt ihre erste Idee in die Tat um. Tatkräftige Hilfe erhält sie dabei von Schülern des Regino-Gymnasiums. Sie haben im Kunstunterricht Säulen-Kapitelle aus Yton-Steinen gemeißelt. Die Werke der 11er Grundkurs-Schüler wurden vor einigen Tagen im Schaufenster des früheren Bekleidungsgeschäfts Dimmer an der Hahnstraße und bei Blumen Schildgen am Teichplatz ausgestellt. Unter der Leitung von Martin Adrian und Günter Schuster beschäftigten sich die jungen Leute in den vergangenen beiden Monaten mit dem Thema romanische und gotische Sakral-Architektur. "Es hat sich angeboten, das Thema auf diese Art und Weise umzusetzen", betonte Adrian.Motiviert bis in die Meißelspitzen

Dass die Schüler mit ihren Werken auf diese Weise an die breite Öffentlichkeit gehen würden, wussten sie zu Beginn ihrer Unterrichtseinheit noch nicht. Die Idee des Verkehrsvereins wurde spontan in die Tat umgesetzt, was die meisten Schüler freute. Dass die Arbeiten sich auch sehen lassen können, wusste Martin Adrian derweil schon von Beginn an: "Die Schüler hatten keinen zusätzlichen Ansporn nötig." Eine der Künstlerinnen ist Linda Thommes (17): "Ich hatte viel Spaß bei der Arbeit; auch, dass wir die Sachen ausstellen können, finde ich gut." Dieser Meinung ist auch Barbara Knauf (17). Das Projekt findet sie "ziemlich gut". Und auch mit der Benotung kann sie zufrieden sein: 14 Punkte, eine glatte eins also, fuhr Barbara ein. Kritisch äußert sich hingegen Denise Heup. Die 17-Jährige findet das Projekt "nicht so gut", weil sie lieber malt. Trotzdem: Neun Punkte, eine drei plus - damit kann man leben. Mit Genugtuung hat indes Birgit Nolte-Schuster zur Kenntnis genommen, dass die Aktion von Gewerbeverein und Prümer City-Marketing (PCM) unterstützt wird. Viele Kaufleute in der Stadt hätten sich dazu bereit erklärt, ihre Schaufenster zur Verfügung zu stellen. Für die neue Verkehrsvereins-Chefin ist dies jedoch erst der Anfang. Das Projekt "Kunst in der Stadt" solle künftig noch gründlicher geplant und auf eine noch breitere Basis gestellt werden.