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Wenn Kunst heilen hilft

Sie sind krank, haben psychische Probleme. Junge Menschen.

Kinder, Jugendliche. Sie leiden unter Depression, Ängsten, Aggressionen, sind traumatisiert, verzweifelt. Ihnen wird in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Trierer Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen geholfen. In einem Kunstprojekt durften die Jugendlichen eine neue Sprache für sich entdecken und etwas, das ihnen am Herzen liegt, zum Ausdruck bringen, sich mitteilen oder einfach etwas Praktisches schaffen. Ziel des Therapeutenteams war es, den jungen Menschen begreifbar zu machen, dass sie ihre Fähigkeiten erkennen, sichtbar machen und präsentieren können - und damit sich oder anderen auch eine Freude machen können. Eine Vernissage schloss das Projekt der Ergotherapie ab. Die jungen Patienten haben auf Werkbänken mit viel Elan und Kreativität Holz gesägt, mit Farbe experimentiert und mit Metall gearbeitet. Entstanden sind unterschiedliche individuelle Werke - so wie die Persönlichkeiten der Jugendlichen. Unter dem Motto "Kunst am Werk - ich zeig was!" haben sie sich mit ihrer aktuellen Lebenssituation auseinandergesetzt und eigene Themen in den Fokus gestellt. "Wir haben die Patienten ermutigt, alle Gedanken und Gefühle zuzulassen", sagt Projektleiterin Marie Hoffmann-Schulz. Für die Kinder- und Jugendpsychiatrie war die Kunstaktion nur der Auftakt. Es gibt bereits weitere Pläne für Folgeprojekte. "Wir möchten nach außen zeigen, welche Möglichkeiten Kinder und Jugendliche bei uns haben", sagt Chefarzt Dr. Günther Stratmann. Wer krank ist, dem kann geholfen werden. Vielleicht ist es ein langer Weg. Aber einer, der sich lohnt, zu gehen. Und für alle anderen: Winterzeit ist Bastelzeit - einfach mal wieder was machen. Das tut allen gut.(aus Datenschutzgründen sind die hier abgedruckten Fotos ohne Namens- oder Altersangaben abgedruckt)