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Werke mit mahnender Botschaft

Christiane Hamann (Dritte von links) zeigt in ihrer Galerie am Pi in Weißenseifen die Gruppenausstellung „Kunst trifft Vulkan“. Sprecherin der Künstler ist Lydia Schend (rechts), hier mit einem Teil der Gruppe. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Christiane Hamann (Dritte von links) zeigt in ihrer Galerie am Pi in Weißenseifen die Gruppenausstellung „Kunst trifft Vulkan“. Sprecherin der Künstler ist Lydia Schend (rechts), hier mit einem Teil der Gruppe. TV-Foto: Brigitte Bettscheider FOTO: Brigitte Bettscheider (bb) ("TV-Upload Bettscheider"
Weißenseifen. Für die zwölf Beteiligten der an vier Orten gezeigten Ausstellung "Kunst trifft Vulkan" geht eine bewegte Zeit zu Ende. Und es stehen noch zwei besondere Präsentationen im kommenden Jahr auf dem Programm.

Weißenseifen (bb) Der massive Gesteinsabbau, wie er in der Vulkaneifel seit Jahren im Gange ist, ist den Künstlern der Ausstellung "Kunst trifft Vulkan" (siehe Info) ein Dorn im Auge. Aber nicht nur ihnen. Die Interessengemeinschaft (IG) Eifelvulkane lenkt mit unterschiedlichen Aktionen immer wieder die Aufmerksamkeit auf das Thema (der TV berichtete) und unterstützt auch diese Ausstellung.
"Es ist ein Skandal, dass aus unseren schönen Eifelbergen Schotter gemacht wird", sagt bei der Finissage der Ausstellung in der Galerie am Pi in Weißenseifen die Künstlerin Trudy Wiebus. Sie ist unter anderem mit dem Diptychon "Frau des Schmieds" vertreten - "ein Werk von unglaublicher Leuchtkraft und politischer Botschaft gleichermaßen", wie die Besucherin Waltraud Schlag (Düsseldorf) zu dem zweiteiligen Werk erklärt. "Unser Appell ist, die Schönheit der Vulkaneifel zu erkennen und sich für ihre Bewahrung einzusetzen", sagt Bettina Even-Kiefer, die sich wie ihre Mitstreiter seit mehreren Jahren mit dem Thema Vulkanismus und Gesteinsbau beschäftigt.
Seit Mai waren die Gemälde, Fotografien und Skulpturen an vier Orten zu sehen - in der Kreisverwaltung Daun, im Rathaus und in zehn Betrieben in Hillesheim, im Naturkundemuseum Gerolstein und in Weißenseifen. Und mit der Finissage ist noch lange nicht Schluss. "Im kommenden Jahr betreten wir mit Trier und Mainz die nächste Ebene", sagt Lydia Schend, Sprecherin der beteiligten Künstler und Mitglied der IG Eifelvulkane. Für sie ist es eine Kunstausstellung mit politischem Charakter. Deshalb ist man auch froh, im kommenden Jahr in der Kreisverwaltung Trier, wo auch die für den Gesteinsabbau zuständige Planungsgemeinschaft tagt, und im Mainzer Umweltministerium ausstellen zu dürfen.
Das Resümee bisher: "Die Ausstellung hat viel Aufmerksamkeit erfahren", sagt Lydia Schend. Ob die Werke nun dicht gedrängt präsentiert wurden, wie es die Bedingungen in der Dauner Kreisverwaltung erforderten, oder an den unterschiedlichen Standorten in Hillesheim, ob sie im Naturkundemuseum in Gerolstein in einer geglückten Symbiose mit den eigenen Exponaten standen, oder hier in Weißenseifen an den Wänden in Rosa und Gelb in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bemoosten Skulpturen des Mitgründers der Künstlersiedlung Albrecht Klauer-Simonis gezeigt wurden: Die Schau kommt an. Galeristin Christiane Hamann sagt: "In jedem Werk verbindet sich die künstlerische Kraft mit einer mahnenden Botschaft."Extra: DIE KÜNSTLER VON "KUNST TRIFFT VULKAN"


An der Ausstellung "Kunst trifft Vulkan" sind beteiligt: Lydia Albersmann (Daun), Manfred Etten (Mehren), Bettina Even-Kiefer (Demerath), Gisela Kannenberg (Daun), Cornelia Lenartz (Hillesheim), Waltraud Mauer (Mehren), Ralf Müller (Hillesheim), Lydia Schend (Daun), Alwine Schmiedkunz (Oberbettingen), Jutta Schulte-Gräfen (Daun), Rolf Simmerer (Gerolstein/Köln) und Trudy Wiebus (Bruch/Landkreis Bernkastel-Wittlich).