Bleialf / St. Vith: Alle Verdächtigen in Haft

Bleialf / St. Vith: Alle Verdächtigen in Haft

Erst zwei, dann drei, dann fünf: Wie die Polizei am Mittwoch gegen zehn Uhr mitteilte, sind alle fünf Verdächtigen des versuchten Bankraubs in Bleialf (Kreis Bitburg-Prüm) gefasst.

"Wir haben alle - der Einsatz ist abgebrochen", meldet Josef Junk, Chef der Prümer Polizei-Inspektion, auf TV-Anfrage. Die Bankräuber waren am Dienstagmorgen von einer Sonder-Einheit der deutschen Polizei in der Filiale der Raiffeisenbank Westeifel überrascht worden. Nach einem Schusswechsel mit den Ermittlern gelang ihnen die Flucht über die Grenze - ohne Beute und mit zerschossenem Vorderreifen.

Nach intensiven Suchmaßnahmen im Bereich Schoenberg (Belgien), die zunächst negativ verliefen, wurde der Fahndungsradius erweitert. Als ein mögliches Versteck, eine Hütte an einem Fischweiher in ca. 2,5 Kilometer Entfernung, überprüft werden sollte, verließen die fünf Verdächtigen fluchtartig die Hütte in unterschiedliche Richtungen. Ein Mann konnte sofort festgenommen werden. Ein zweiter Tatverdächtiger ging den Fahndern nach kurzer Verfolgung ins Netz. Er hatte sich unter Stroh in einem Pferdestall eines nahe gelegenen Bauernhofs versteckt. Die zwei Männer - nach Erkenntnissen der Polizei Rumänen im Alter von 29 und 31 Jahren - befinden sich in Belgien in Haft.

Die Fahndung nach den übrigen mutmaßlichen Bankräubern im deutsch-belgischen Grenzraum wurde während der Nacht fortgesetzt. Im Einsatz waren dabei auch Polizeidiensthunde. Zeugen, die drei dunkel gekleidete Männer in Nähe der Autobahn A 60 gesehen hatten, bestätigten die Annahmen, dass die Flüchtigen noch immer zu Fuß waren.

Am Mittwochmorgen wurden dann die drei Gesuchten gefasst. Ein mutmaßlicher Bankräuber wurde nach 8 Uhr in Nähe der belgischen Ortschaft Wiesenbach zwischen St. Vith und der A 60 aufgespürt und festgenommen. Die beiden letzten noch flüchtigen Männer fand die Polizei gegen 9.20 Uhr kauernd in einem Waldgelände in der Nähe vor.

An der Fahndung auf belgischem Hoheitsgebiet waren Beamte der Bundespolizei und des Polizeipräsidiums Trier beteiligt.

Alle fünf mutmaßlichen Bankräuber befinden sich derzeit in Obhut der belgischen Behörden, die eigene Strafverfahren wegen der auf belgischem Hoheitsgebiet begangenen Straftaten eingeleitet haben. Der Prokurator des Königs hat mittlerweile Haftbefehle beantragt.
Der LeitendenOberstaatsanwalts der Staatsanwaltschaft Trier, Horst Roos, kündigte an, dass er die Auslieferung der mutmaßlichen Bandenmitglieder beantragen wird.