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Brot&Spiele: Römer lassen Rubel rollen

Brot&Spiele: Römer lassen Rubel rollen

Das Römerspektakel „Brot&Spiele“ hat es in diesem Jahr erstmals aus den roten Zahlen geschafft. Der laut Organisator Ronald Frank „bemerkenswerte Überschuss“ fließt in die Trierer Stadtkasse.

(woc) Bislang hatten Eintritt, öffentliche Zuschüsse und Sponsoring nie ausgereicht, um die Kosten des Römerspektakels „Brot&Spiele“ zu decken. Voriges Jahr betrug das Defizit knapp 60.000 Euro. 30.000 davon übernahm die Stadt – mit der strikten Vorgabe, dass die Agentur „Medienfabrik“, die Brot&Spiele im städtischen Auftrag organisiert, in diesem Jahr mit ihrem Budget hinkommen müsse. Dank strikter Sparmaßnahmen und einer Einnahmen-Steigerung ist das gelungen. Der laut Medienfabrik-Chef Ronald Frank "bemerkenswerte Überschuss" fließt in den Trierer Haushalt.

Gestiegen waren die öffentlichen Zuschüsse von Land (75.000 Euro statt vormals 50.000 Euro) und Stadt (63.000 Euro statt 50.000 Euro). Dazu kommt ein hoher fünfstelliger Betrag aus Sponsoren-Geldern. „Und wir hatten 3000 Amphitheater-Besucher mehr als im Vorjahr“, erklärt Frank.

Bei den Ausgaben wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 78.000 Euro eingespart. Nicht gekürzt wurde die Zahl der römischen Darsteller, Handwerker und Händler. Doch bei der mysthischen Nacht in den unterirdischen Kaiserthermen-Gängen gab es diesmal keine Theater-Szenen und die Ränge des Amphitheaters und dieses selbst waren nicht so stimmungsvoll beleuchtet wie im Vorjahr.

Die Kritik, dass die Atmosphäre in den Kaiserthermen empfindlich durch die überdimensionalen Leucht-Schriftzüge der Sponsoren an den Kaiserthermen-Mauern gestört war, hat Frank sich zu Herzen genommen. „Im nächsten Jahr werden wir das zurückhaltender gestalten.“