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Bürger ärgern sich über begrenzte Müllabfuhr - Sperrmüll und Grünabfall bleiben stehen

Kostenpflichtiger Inhalt: Sperrmüll und Grünabfall bleiben stehen : Bürger ärgern sich über begrenzte Müllabfuhr

In der Region werden Sperrmüll und Grünabfall vorerst nicht mehr entsorgt. Das sei verkraftbar, sagen die Verantwortlichen.

Die Ankündigung des Abfallzweckverbands ART, demnächst vorübergehend keinen Sperrmüll mehr abzufahren und ab sofort die Wertstoffhöfe in der Region zu schließen, stößt bei einigen Bürgern auf Unverständnis. „Was soll ich mit dem Sperrmüll machen, der bei meinem bevorstehenden Umzug anfallen wird?“, fragt etwa eine TV-Leserin. „Warum kann ich denn nicht jetzt einen Termin für Ende Mai oder Juni vereinbaren?“, fragt ein anderer Leser.

Die Verantwortlichen des Abfallzweckverbands bitten um Verständnis. „Ist das derzeit ernsthaft unser größtes Problem?“, fragt ART-Sprecherin Kerstin Kielholtz und liefert die Antwort gleich mit: Man konzentriere sich im Moment auf die Kernaufgaben: die Abfuhr und Verwertung des Restmülls und der Bioabfälle sicherzustellen und das Infektionsrisiko für Mitarbeiter und Kunden so gering wie möglich zu halten.

Der ART hatte schon vor einigen Tagen angekündigt, ab Karfreitag vorerst keinen Sperrmüll, Grünabfall oder alte Elektrogeräte mehr abzuholen. Alle bis zu diesem Zeitpunkt vereinbarten Abholtermine sollen aber noch eingehalten werden. Begründet wurde dieser Schritt mit möglichen Personalausfällen wegen der Corona-Krise. Die frei werdenden Kapazitäten sollen eingesetzt werden, um die Abfuhr von Restmüll und Bioabfällen sicherzustellen, betonte am Mittwoch auch die ART-Sprecherin noch einmal.

Die Schließung der Wertstoffhöfe und Entsorgungszentren wurde am Wochenende verkündet, nachdem zuvor trotz mehrfacher Mahnungen der Andrang offenbar nicht nachgelassen hatte. „Wir können verstehen, dass die Menschen das gute Wetter und die freie Zeit nutzen, um in Haus und Garten aufzuräumen““, meinte ART-Abteilungsleiter Tobias Elsen. „Allerdings sei dies „in der aktuellen Situation nicht förderlich“. Menschenansammlungen seien zu vermeiden und das öffentliche Leben auf das Nötigste zu reduzieren.

Die Region Trier ist derzeit bundesweit beileibe nicht die einzige, die zu derart drastischen Einschränkungen bei der Abfallentsorgung greift. Auch andernorts wurden die Schotten der Entsorgungsstellen wegen des enormen Andrangs schon geschlossen.

In  Würzburg werden seit dieser Woche sogar nur noch Restmülltonnen geleert. Ab sofort sollen die Bürger auch ihren Bioabfall in die grauen Tonnen werfen. Die blauen Tonnen bleiben  auf unbestimmte Zeit ungeleert stehen.

Gemessen an diesem Beispiel ist die Entsorgungssituation in der Region Trier noch relativ gut. Wann sie sich wieder entspannt, könne derzeit noch niemand sagen, meint ART-Sprecherin Kerstin Kielholtz. Sobald dies aber der Fall sei, würden auch die Wertstoffhöfe geöffnet und Sperrmüll sowie Grünabfall wieder abgefahren.