Bundespolizei zieht in die Weberbach

Bundespolizei zieht in die Weberbach

Die Bundespolizei hat offenbar ihr neues Domizil in Trier gefunden. Gestern Abend stimmte eine vom CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster einberufene Gesprächsrunde dem Plan zu, die Polizei im Stadtwerke-Gebäude in der Weberbach mit der früheren Direktoren-Wohnung im Obergeschoss unterzubringen.

(jp) Es war eine Art feindlicher Übernahme, allerdings unter Kollegen. Mit der Zusammenlegung der Bundespolizei-Inspektionen Koblenz und Trier am Standort Trier stieg die Zahl der in der Römerstadt stationierten Bundespolizisten von 26 auf 149. Doch die Baracke der ehemaligen französischen Militärpolizei in der Zurmaiener Straße, dort ist die Bundespolizei seit 2001 untergebracht, war schon vor der Zusammenlegung zu klein.

Ein neues Quartier musste her und war auch schnell gefunden: das Post-Gebäude am Trierer Bahnhof. Doch dort wird nicht die Bundespolizei, sondern das Polizeipräsidium Trier einziehen. Die Projektentwicklungs- und Bauträgergesellschaft Triwo gab überraschend nicht dem Bund, sondern dem Land den Zuschlag (der TV berichtete).

Bernhard Kaster stellte einem Kreis von Entscheidungsträgern gestern Abend eine andere Lösung vor. Die Stadtwerke Trier beginnen voraussichtlich im Sommer 2009 mit dem Umbau des Gebäudes Weberbach 50, das modernisiert und erweitert wird. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2010 geplant.

Hier soll die Bundespolizei einziehen. Der Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz, Manfred Lohrbach, und der Leiter der Bundespolizei, René Kexel, stimmten Kasters Plan ebenso wie Stadtwerke-Vorstand Olaf Hornfeck zu. Ein ausführlicher Bericht folgt am Samstag.

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