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Das Sommersemester 2020 bleibt in Rheinland-Pfalz digital

Hochschulen : Das Sommersemester 2020 in Rheinland-Pfalz bleibt digital

Die rheinland-pfälzischen Hochschulen und das Wissenschaftsministerium haben sich am Freitag in einer Videokonferenz gemeinsam darauf verständigt, das laufende Sommersemester 2020 als digitales Semester fortzuführen. Es soll nur wenige Ausnahmen geben.

Hochschulen und Ministerium haben am Freitag noch einmal bekräftigt, dass es nur in begründeten Ausnahmefällen auf Antrag Präsenzbetrieb geben kann, zum Beispiel für Labore und Werkstätten. Näheres regeln die Hochschulleitungen vor Ort.

„Die Universitäten und Hochschulen haben in Rheinland-Pfalz mit viel Engagement und Einsatz einen vorbildlichen Start ins digitale Semester hingelegt“, lobt Wissenschaftsminister Konrad Wolf die Bildungseinrichtungen. „Vor einem Jahr hätte das so niemand für möglich gehalten. Es ist sehr sinnvoll, das digitale Semester beizubehalten und nur um Veranstaltungen in Präsenzform zu ergänzen, die definitiv nicht digital ersetzbar sind.“

Bund und Länder hatten vergangene Woche beschlossen, weitere Öffnungen für viele Lebensbereiche zu ermöglichen. „Diese Bekräftigung ist für die weitere Organisation des Lehr- und Prüfungsbetriebs enorm wichtig“, sagte der Vorsitzende der Landeshochschulpräsidentenkonferenz und Präsident der Universität Trier, Michael Jäckel. „Die Lehrenden und die Studierenden haben sich mit dieser Ausnahmesituation arrangiert. Es wird auch hier nicht einfach etwas abgespult, sondern engagiert mit den gegebenen Möglichkeiten umgegangen.“ Niemand wolle diese Form auf Dauer stellen, aber es sei auch eine gute Testphase für didaktische Experimente. „Das Zusammenwirken von analogen und digitalen Lehrkonzepten kann man nach diesem digitalen Sommer in Ruhe und besser beurteilen.“

Minister Wolf glaubt, das außergewöhnliche digitale Sommersemester 2020 habe sich bislang gut bewährt. „Das Engagement der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer ist außerordentlich und die Akzeptanz bei den Studierenden groß. Wir finden aktuell für viele Herausforderungen neue Lösungen und erproben teilweise sehr innovative Formen der Lehre, die uns auch für die Zukunft erhalten bleiben werden.“ Zu erwarten sei, dass die digitale Lehre auch zum Wintersemester 2020/2021 ein zentrales Element bleiben werde.