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Ein Salatturm und viele Ideen für eine neue Mensa der Uni Trier

Campus : Ein Salatturm und viele Ideen für eine neue Mensa der Uni Trier

Studiwerk Trier begrüßt die Perspektiven zu neuer Mensa am Hochschulstandort Tarforst und bringt eigene Ideen ein.

(red/r.n.) Die Pläne zur Umgestaltung des Universitäts-Campus in Tarforst (TV vom 27. Januar) sind im Studierendenwerk Trier auf ein positives Echo gestoßen. Das Studiwerk ist verantwortlich für die Verpflegung der Studierenden am Hochschulstandort Trier.

 „Ich bin erfreut aus der Zeitung zu erfahren, dass unsere vielfältigen Vorstöße zur Verbesserung der gastronomischen Versorgung auf dem Campus nun möglicherweise Gehör finden“, sagt der Geschäftsführer im Studierendenwerk Trier, Andreas Wagner. „Die seit etlichen Jahren bestehen Gebäudemängel haben wir als Mensa-Betreiber beim Vermieter Universität Trier und dem Eigentümervertreter LBB regelmäßig thematisiert.“

Er listet die Kritikpunkte auf: Es habe immer wieder Probleme mit eindringender Feuchtigkeit gegeben, die Logistik der Anlieferung sei extrem beengt, die Betriebskosten überdurchschnittlich hoch. „Die Lineartheken verhindern moderne Versorgungskonzepte und verursachen Schlangenbildung“, formuliert Wagner ein weiteres Problem. „Die Produktion und Ausgabe sind über mehrere Etagen ineffizient zergliedert und, last not least, ist es die zu Recht als Ursache der kritisierten Geruchsbelästigung maßgebliche unterdimensionierte Lüftungsanlage des Mensa-Audimax-Komplex, die dem Mensabetreiber schon seit vielen Jahren ein Klotz am Bein ist.“ All das seien für Gebäude dieses Alters typische Mängel. Deutschlandweit habe das in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Generalsanierungen beziehungsweise Mensa-Neubauten geführt.

 Die von Universitätspräsident Michael Jäckel im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund vorgeschlagene Verlegung und Neubau des Mensa-Bereichs sieht das Studiwerk daher positiv. Denn dort könnten wesentlich besser moderne und zeitgemäße Versorgungskonzepte realisieren lassen.

 Ideen dazu gibt es bereits. Sie enthalten visionäre Ansätze: So könnten sich die Gäste bei „Free Flow“ und „Live-Cooking“ frei zwischen einzelnen Koch-Inseln bewegen, an denen das Essen frisch zubereitet wird. Ebenfalls vorstellbar sei die Umsetzung des bereits seit einiger Zeit diskutierten Urban- oder Vertical-Gardening, das eine Salat- und Gemüseproduktion auf dem Uni-Campus ermöglichen und gleichzeitig den Anspruch an Nachhaltigkeit bestens erfüllen würde. „Darauf legt das Studiwerk höchste Priorität“, sagt Wagner und verweist auf die jüngsten Bauprojekte (Martinskloster/Wohnen am Baum) wie auch dem aktuellen Betrieb der Mensen. Das Studiwerk ist dafür bereits mehrfach mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.

 Weitere Verbesserungen böte ein innovativer Mensa-Neubau für die Barrierefreiheit, die Organisation, Kostenbilanz und Energieverbrauch. „Wir hätten zudem die Möglichkeit, den Betrieb der energie-intensiven Großgeräte einer Mensa automatisiert zu koordinieren und so Abnahmespitzen zu vermeiden.“

 Je nach räumlicher Positionierung der neuen Mensa sei am neuen Ort ein Burgenerator-Drive-In realisierbar. Aus Sicht des für das Semesterticket zuständigen Studiwerks böte sich auch die Möglichkeit einer zentralen Mensa-Haltestelle für sämtliche die Universität anfahrenden Buslinien auf dem Campus.

 Dass die Umsetzung von Plänen für eine moderne Mensa an einem anderen Standort nicht kurzfristig zu realisieren sein werden, ist Geschäftsführer Andreas Wagner klar. Denn das muss vom Land genehmigt und gebaut werden. Dennoch hofft er auf eine möglichst rasche Realsierung: „Wir könnten so endlich die gesamte Bandbreite unseres Küchen-Könnens ausrollen, unseren Nachhaltigkeitsstandards entsprechend produzieren und bei der Planung der innovativen Elemente von der Expertise unseres lokalen Netzwerks profitieren.“

Demnächst in unserer Campus-Serie: Vier Studierende der Uni Trier erzählen von den Herausforderungen und Vorzügen des digitalen Studienalltags.