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Fünf Jahrzehnte Universität Trier im Überblick

50 Jahre Uni Trier : Fünf Jahrzehnte Universität Trier im Überblick

Ein Bild für jedes Jahrzehnt: Was in den vergangenen 50 Jahren passiert ist.

Die 1970er Die ersten Jahre der 1970 neu gegründeten Universität Trier-Kaiserslautern sind am Standort Trier geprägt von einer provisorischen Ausstattung und einer familiären Atmosphäre: Professoren und Studierende essen mittags gemeinsam in der Mensa und spielen abends gegeneinander Fußball. Die Zahl der 350 Studierenden in Trier steigt innerhalb weniger Jahre auf das Zehnfache. Nach der Trennung und der Eigenständigkeit der beiden Universitätsstandorte beginnt 1975 auf dem Tarforster Plateau der Bau des neuen Campus der Universität Trier. Mit der Fertigstellung des Hauptgebäudes A/B startet 1977 der Umzug.

Foto: Uni Trier

Die 1980er Zusätzliche Fächer und damit neue attraktive Studienangebote locken immer mehr junge Menschen an die junge Trierer Universität. Am Ende des Jahrzehnts sind es bereits 10.000 Studierende. Die Infrastruktur auf dem Campus wächst mit: zwei neue Fachbereichsgebäude, das Verwaltungshaus sowie das Mensagebäude mit dem größten Hörsaal, dem Audimax, werden in dieser Dekade eingeweiht. Als großen Erfolg verbucht die Universität die Einrichtung eines Sonderforschungsbereichs (SFB), der seinerzeit der größte SFB Deutschlands in den Geisteswissenschaften ist.

Foto: Uni Trier

Die 1990er Als Weltneuheit wird TUNIKA eingeführt, der erste digitale Studentenausweis, der Identifizierungs- und Zahlungsfunktionen miteinander verbindet. Das ehemalige französische Militärhospital auf dem Petrisberg wird zu Campus II umgebaut. Die Theologische Fakultät, die als eigenständige Hochschule eng mit der Universität kooperiert, bezieht Räume auf dem Campus. Das Semesterticket wird eingeführt. Zunächst gilt es für die Buslinie zur Universität, dann für das Stadtgebiet und später über die Stadtgrenzen hinaus. Die Universität entwickelt sich auf allen Ebenen weiter: Neue Fächer und Studiengänge entstehen, weltweit werden weitere Partnerschaften mit anderen Universitäten und Einrichtungen geschlossen.

Foto: Uni Trier

Die 2000er Die Digitalisierung hält auf dem Campus immer mehr Einzug: Studierende können sich nun online einschreiben, und in der Informatik wird erstmals eine Vorlesung ins Internet eingestellt. Mit der Kinder-Uni spricht die Universität eine neue Zielgruppe an. Die weiterhin sehr gefragten Lehramt-Studiengänge erhalten durch das Zentrum für Lehrerbildung einen institutionellen Unterbau. Durch die Eröffnung des Gebäudes N werden die Laborkapazitäten deutlich erweitert. Auf Campus II wird ein neues Hörsaalzentrum in Betrieb genommen. Bei der ersten Nacht der Wissenschaft präsentieren Forscher ihre Projekte und Ergebnisse.

Foto: Uni Trier

Die 2010er Zu Beginn des Jahrzehnts kommen 15.280 Studierende zur Universität – so viele wie nie zuvor. Danach sinkt die Zahl aufgrund demografischer und anderer Entwicklungen auf aktuell etwa 12.500. Als Folge der Bologna-Reform verleiht die Universität 2010 das erste Bachelor-Zeugnis an einen Absolventen der BWL. Der Historiker Prof. Dr. Lutz Raphael wird erster Leibniz-Preisträger der Universität. Der Bauboom erreicht mit der Übergabe des Seminargebäudes P ein vorläufiges Ende. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten zeichnet den Campus als einen von 100 besonderen Orten in Deutschland aus.