1. Region
  2. Campus

Hochschule Trier: Aufbruchstimmung am Paulusplatz

Hochschule Trier : Aufbruchstimmung am Paulusplatz

Mit Anita Burgard hat der Campus Gestaltung eine prominente Professorin verabschiedet. Der Fachbereich blickt mit neuem Personal positiv in die Zukunft.

Wie ambitioniert der Fachbereich Gestaltung in die Zukunft blickt, zeigt bereits der neue Name. Denn seit kurzem firmiert er unter „Campus“, was die räumliche Konzentration auf die Bereiche Paulusplatz und Irminenfreihof dokumentiert. Dekan Matthias Sieveke hatte dorthin zum Neujahrsempfang eingeladen, bei dem mit Anita Burgard eine der bekanntesten Professorinnen der Hochschule in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Es gab viele schöne Kooperationen und viele Preise“, erinnerte sich die mit dem Verdienstorden Rheinland-Pfalz ausgezeichnete Lehrerin für den Bereich Design, Körper und Raum. „Danke, dass ich daran partizipieren konnte.“

In der Aula am Paulusplatz, einem der schönsten Veranstaltungssäle in Trier, verabschiedete Sieveke auch Gunnar Schmidt, der nach elf Jahren Lehrtätigkeit in Trier nach Hamburg wechselt. „Die Infusion durch die Jugend hier ist super“, bilanzierte dieser. „Da macht das Denken Spaß.“

Neu in Trier sind gleich vier Frauen und Männer, die ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule aufnehmen. Susanne Bennewitz, Susanna Leppäkoski, Harald Steber und Marcus Kaiser werden die weitere Entwicklung auf dem Campus Gestaltung mitbestimmen und auch die baulichen Fortschritte verfolgen.

Im Mittelpunkt steht dabei der ersehnte Einzug in das ehemalige Gebäude der Staatsanwaltschaft am Irminenfreihof. „Wir sind seit acht Jahren an diesem Thema“, erinnerte Dekan Sieveke auch die anwesenden Vertreter des Landesbetriebs LBB an das Dauerthema. Die hatten zumindest in den Gesprächen vor dem Beginn des Festprogramms signalisiert, dass für den Start der umfangreichen Umbauarbeiten nur noch eine abschließende Genehmigung fehle.

Wie erfolgreich der auch international gut aufgestellte Fachbereich Gestaltung ist, dokumentierte Sieveke mit der Kurzpräsentation einer Auswahl der insgesamt 46, oft hochdotierten Preise, die Studierende und Dozenten im vergangenen Jahr erhalten haben. Doch bei der von den ebenfalls preisgekrönten Musikern Susanna De Secondi (Klavier) und Oliver Léonard (Cello) umrahmten Veranstaltung war auch Platz für nachdenkliche Momente. So wurde dem Altdekan Johannes Conen gedacht, der am ersten Weihnachtsfeiertag im Alter von 75 Jahren überraschend gestorben war.

Kommunikation und gute Laune dominierten trotz der Trauerminuten den geselligen Teil des Abends. Mit seinem Gastvortrag „Edward Steichen: Der große Unbekannte der Moderne“, hatte Gerd Hurm zudem für zusätzlichen Gesprächsstoff gesorgt.