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Optisches 3-D-Ober­flächen­mess­system: Hochschule erhält DFG-Mittel

Wissenschaft : Wie lange hält ein Kabel? Neues Gerät hilft Trierer Forschern, es zu untersuchen

Die Hochschule Trier erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Fördermittel für ein Optisches 3-D-Ober­flächen­mess­system.

Moderne Technologien erfordern in nahezu allen Bereichen der Industrie neue Werkstoffe. Angetrieben durch Energiewende, zunehmende Elektro-Mobilität, Miniaturisierung von Medizintechnik und Leichtbau werden ihre Produktion, die Nutzung und das spätere Recycling optimiert – mit Blick auf CO2-Bilanz und Energieeinsatz. 

Forscher der Hochschule Trier entdeckten die Zusammenhänge zwischen dem Verschleiß elektrischer Leiter durch mechanische Belastungen und der sich dabei verändernden Oberfläche sowie den elektrischen Messwerten. Im Labor für angewandte Produktionstechnik der Hochschule wird seit zehn Jahren dazu geforscht. Prof. Armin Wittmann untersucht hier „forensisch“ Kabel und Leitungen. Dabei wurde erstmals ein Zusammenhang zwischen Verschleißgrad und Ober­flächen­beschaffenheit nachgewiesen. 

Ein neues optisches 3-D-Ober­flächen­mess­system mit bis zu 100-facher Vergrößerung erlaubt es den Forschern, vor allem Doktorand Philipp Lenz, der maßgeblich an der erfolgreichen Antragstellung beteiligt war, die Kabel intensiver zu untersuchen. Das Gerät bietet eine vertikale Auflösung bis zu neun Nanometern bei einer Messgeschwindigkeit von 15 Bildern pro Sekunde und 6,5 Megapixeln pro Bild. Nur wenige Hochschulen besitzen ein derart hoch­auflösendes System.

Das interdisziplinäre Team der Arbeitsgruppe „Intelligente Verbundwerkstoffe“ beschäftigt sich unter anderem mit der zerstörenden und zerstörungsfreien Analyse, dem mechanischen Stressen, der Simulation und der Werkstoffuntersuchung von Naturfasern.