Studierendenparlament der Uni Trier gewählt: Campus Grün baut Mehrheit aus

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Die Studentengruppe Campus Grün baut ihre Mehrheit im Studierendenparlament weiter aus und könnte nun ihr Wahlversprechen umsetzen.

Das Wahllokal im Foyer der Uni-Mensa ist für dieses Jahr wieder geschlossen und die Stimmen sind bereits ausgezählt. Die Studentengruppe Campus Grün geht in diesem Jahr erneut mit 33 Prozent der Stimmen als klarer Wahlsieger aus dem Rennen hervor und könnte ihre Wahlversprechen nun mit etwas Unterstützung einlösen. Die Themen, mit denen die Hochschulgruppe punkten konnte, sind der Trinkbrunnen für das Unigelände sowie mehr Biodiversität auf den Grünanlagen der Universität. Aber auch die Durchsetzung einer Frauenquote für Lehrende können sie damit nun in Angriff nehmen.

Doch auch einige Wahlversprechen der anderen Hochschulgruppen werden sicherlich Gehör finden, denn etwa das Thema der Digitalisierung steht in verschiedensten Formen bei den meisten auf der Agenda. Daher ist es auch zu vermuten, dass sich darüber Einigungen erzielen lassen. Etwa über mehr Onlineverfügbarkeit von Vorlesungen und wissenschaftlichen Aufsätzen sowie dem W-Lan- und Steckdosenausbau auf dem Unigelände.

Wie auch im bundespolitischen Betrieb gelingt es der Grünen Hochschulgruppe, ihre Wahlergebnisse von 2018 zu verbessern. Mit 33 Prozent der Stimmen erlangt sie acht Sitze im Parlament. Damit liegt sie drei Sitze vor der zweitgrößten Fraktion, der Linken Liste, die 21 Prozent der Stimmen erringen konnte, somit allerdings einen leichten Stimmverlust hinnehmen musste.

Die Hochschulgruppe der Jusos kann sich im Verhältnis zu ihrer Bundesorganisation mit knapp 15 Prozent im Studierendenparlament zufriedengeben. Im Verhältnis zum Vorjahr jedoch verliert sie einen Prozentpunkt, der jedoch keinen Einfluss auf ihre nach wie vor vier Parlamentssitze nimmt.

Die restlichen Sitze verteilen sich auf vier Fraktionen, von denen jede jeweils zwei Sitze erringen konnte. Die Liberale Hochschulgruppe konnte ihr Ergebnis auf knapp sieben Prozent verbessern, während der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) mit nur etwas mehr als acht Prozent fast vier Punkte einbüßen musste. Neu ins Parlament eingezogen ist die Freie Tuntenpartei mit mehr als neun Prozent der Stimmen, sowie Volt, die über sechs Prozent Stimmenanteil auf sich vereinigen konnten.

Die Wahlbeteiligung sank im Verhältnis zu 2018 allerdings um knapp zwei Prozentpunkte auf lediglich rund 14 Prozent. Dementsprechend repräsentiert das aktuelle Parlament nur einen Bruchteil der Studierenden wirklich. Woran es liegt, dass so wenige Studenten den Weg über den Campus bis ins Foyer der Mensa zur Wahlurne finden, lässt sich nur mutmaßen. Es könnte der Eindruck sein, dass ein Universitätsparlament ohnehin nichts bewirken würde, ohne sich dessen verfügbarer Geldmittel von immerhin 500 000 Euro bewusst zu sein. Möglich ist aber auch eventuelles Desinteresse für ihre universitäre Umgebung. Dies macht allerdings jede abgegebene Stimme umso einflussreicher.