Uni Trier startet mit viel Zug ins Jubiläumsjahr

Bildung und Forschung : Semesterstart an der Uni Trier: Mehr Professuren und neue Studiengänge

Universität startet ins Jubiläumssemester: Neugründung vor 50 Jahren auf dem Trierer Petrisberg.

Die Universität Trier startet am heutigen Montag mit positiven Vorzeichen in das Wintersemester 2019/2020. So konnte die Zahl der Studierenden mit 12 260 im Vergleich zum Vorjahr nahezu gehalten werden.

Mit dem Blick auf einige neue und erweiterte Studienangebote nimmt die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung der Region Kurs auf das im kommenden Jahr anstehende Jubiläum. Dann ist es 50 Jahre her, seit auf dem Trierer Petrisberg die Wiedereröffnung der 1473 als „hohe Schule“ gegründeten und 1789 geschlossenen akademischen Einrichtung gefeiert wurde.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir im Jubiläumsjahr mit der Ausbildung für das Lehramt Grundschule einen großen neuen Studiengang anbieten können“, sagt Uni-Präsident Michael Jäckel. Er soll sich ebenso wie der dann wiederbelebte Bereich Tourismus-Geographie zu einem neuen Zugpferd für die Einrichtung entwickeln. Zudem sieht Jäckel in dem Ausbau des Bereichs Altertumsforschung, in dem derzeit 220 junge Menschen studieren und forschen, einen wichtigen Schritt für die Profilierung der Uni Trier. Durch die Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe wird die Zahl der Professuren von derzeit zwei auf fünf erhöht. „Viele wirtschaftshistorische Dinge wie die Wasserversorgung der römischen Stadt oder die Folgen des enorm hohen Brennholzbedarfs für die Region sind noch nicht tief erforscht. Wir haben nun ein sehr großes Potenzial, um die große Bedeutung Triers im Altertum noch deutlicher herauszuarbeiten.“

Auch der Gesundheitsschwerpunkt der Universität erhält mit dem Start eines neuen Masterstudiengangs im Bereich Pflege eine neue Qualität. Dank fünf neuer Professuren soll so schnell wie möglich auch das Grundstudium von der dualen auf eine primär qualifizierende Ausbildung umgestellt werden. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Trier – dort hat das Semester bereits vor drei Wochen begonnen – für einen gemeinsamen Gesundheitscampus soll dennoch intensiviert werden.

Ausschließlich die Universität profitiert allerdings von dem Zuschlag für acht sogenannte Tenure-Professuren. In den kommenden sechs bis acht Jahren können mit diesem neuen und mit acht bis neun Millionen Euro vom Bund subventionierten Karrierepfad Wissenschaftler für feste Professorenpositionen angeworben und qualifiziert werden.

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