1. Region
  2. Campus

Universität Trier: 600 Studienanfänger zum Start des Sommersemesters

Bildung : Statt in die Hörsäle geht es an die Monitore

Zum Start des Sommersemesters begrüßt die Universität Trier 600 Studienanfänger virtuell.

Das Sommersemester 2021 an der Universität Trier wird wieder ein digitales Semester. Durch ein Jahr Erfahrung mit der Corona-Pandemie hat der Lehrbetrieb neue Routinen entwickelt und eine große technische Infrastruktur aufgebaut. Studierende kommen statt in den Hörsaal online zur Vorlesung oder ins Seminar. So findet auch die Begrüßung der Erstsemester­studierenden in virtuellen Räumen statt.

An den Orientierungstagen bis zum 6. April heißen die mehr als 30 Studienfächer ihre „Erstis“ mit interaktiven Online-Tools willkommen. Universitätspräsident Prof. Michael Jäckel hat für die Studienanfängerinnen und Studienanfänger eine Video­botschaft vorbereitet. Er zeigt ihnen den Campus und stellt ihnen die Uni vor. „Lichtblicke“ heißt das Format, mit und in dem der Präsident alle Studierenden und Mitarbeitenden bei Laune halten möchte. Außerdem sind digitale Betreuungsformate entwickelt worden, um den neuen Studierenden den Start zu erleichtern.

Seit Beginn der Pandemie informiert der Universitätspräsident regelmäßig persönlich alle Angehörigen seiner Hochschule über die Lage auf dem Campus und ist vertraut mit ihren Themen: „Jetzt beginnt das Studium an einer Universität bereits zum dritten Mal digital. Zur Routine darf das nicht werden“, sagt Jäckel. „Deshalb haben viele Fächer außerhalb des Curriculums digitale Begegnungsformate geschaffen, die die fehlende Nähe zu den Dozentinnen und Dozenten ein wenig kompensieren sollen. Die Pandemie verlangt unsere ganze Aufmerksamkeit und Kreativität. Wir wollen weiter mit guten Beispielen vorangehen.“

Die Entwicklung der Corona-Pandemie macht es aktuell eher unwahrscheinlich, dass im Sommersemester wenigstens vereinzelt Lehrveranstaltungen auf dem Campus stattfinden. Das Ministerium und die Hochschulen des Landes haben sich auf ein vollständig digitales Semester verständigt – bis auf wenige begründete Ausnahmen.

Unterdessen ist an der Uni Trier damit begonnen worden, die Situation der Studierenden während der Corona-Pandemie zu erforschen. Im April und Mai startet sie mit dem Trierer ZPID – Leibniz-Institut für Psychologie die Befragung der Pilotstudie „Studieren in der Pandemie“, zunächst in Trier. Die Ergebnisse sollen genutzt werden, die strukturellen Rahmenbedingungen für die Studierenden zu verbessern. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Untersuchung.

Es gibt auch andere kleine Lichtblicke auf dem Campus. Die Bibliothek und die Mensa der Universität sind seit Anfang März wieder geöffnet. Das Mensa­essen gibt es nicht nur an der Theke, es wird auch geliefert. Mit einem gelben, amerikanischen Foodtruck, dem Mensamobil, bringt das Studi­werk Trier Tages­gerichte und Burger in die Innenhöfe der Wohnheime. Wer fit bleiben möchte, nutzt die Online-Kurse des Angebots Unisport.

Die Vorlesungszeit des Sommersemesters beginnt am 6. April. Allen, die überlegen, zum Wintersemester 2021/2022 ein Studium aufzunehmen, bietet die Uni Trier im September einen digitalen Infotag an. Schülerinnen, Schüler und alle anderen Interessierten erhalten per Livestream einen informativen Überblick über alle Studiengänge von der Ägyptologie bis zur Wirtschaftsinformatik. Das Programm für Gasthörerinnen und
-hörer ist weiterhin digital verfügbar.