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Corona-Einschränkungen in Trier - Ob Luxemburg Risikogebiet wird

Pandemie : Einschränkungen wegen hoher Corona-Inzidenz in Trier und wie es mit Luxemburg weitergeht

Weil in Trier die Zahl der Corona-Infektionen steigt, wird die Zahl der Gäste bei Veranstaltungen reduziert. Überraschend: Luxemburg gilt trotz hoher Inzidenz weiterhin nicht als Risikogebiet, jetzt aber die Niederlande.

Die Zahl der Corona-Infektionen nach den Public-Viewing-Events in der Trierer Kneipe Louisiana liegt mittlerweile bei mindestens 20. Mehrere Gäste der Kneipe hatten sich beim gemeinsamen Schauen der EM-Spiele mit italienischer Beteiligung infiziert. Bei 15 positiv getesteten Personen wurde die brasilianische Variante des Sars-Cov2-Virus nachgewiesen. Noch immer sucht das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen der Infizierten.

Am Freitag wurden zwei weitere Corona-Neuinfektionen in Trier gemeldet. Weiterhin werde kein Covid-Patient in den Trierer Krankenhäusern behandelt, teilte das Gesundheitsamt Trier mit.

Steigende Inzidenz bedeutet Einschränkungen

Die Inzidenz in der Stadt sinkt leicht von 43,4 auf 40,3. Damit liegt der Wert anhaltend über 35. Das bedeutet, dass es ab Sonntag zu Einschränkungen der Besucherzahl bei größeren Veranstaltungen kommen wird. Mehr als 350 Personen drinnen und mehr als 500 bei Freiluftveranstaltungen sind dann nicht mehr erlaubt. Eine Verschärfung der allgemeinen Corona-Maßnahmen, etwa was Kontaktbeschränkungen oder Schließungen angeht, wird es nicht geben. Trier weist damit die zweithöchste Inzidenz in Rheinland-Pfalz auf, nach dem Kreis Birkenfeld, wo der Wert bei 50,6 liegt. Am niedrigsten ist er in der Vulkan­eifel mit Null. Landesweit beträgt die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche 10,6. Das Landesuntersuchungsamt meldete insgesamt 73 weitere Fälle.

Inzidenz in Luxemburg bei 130

Aus Luxemburg wird zwar weiterhin ein Anstieg der Corona-Zahlen gemeldet. Allerdings scheint dieser etwas abgebremst zu sein. In der vergangenen Woche wurden 828 neue Fälle registriert. Das sind rund 40 mehr als Anfang Juli. Die Inzidenz stieg von 124 auf 130. Der R-Wert, der angibt, wie viele Personen ein Infizierter rein rechnerisch anstecken kann, sank von 2,1 auf 0,9.

Bemerkenswert ist, dass in der vergangenen Woche nicht mehr die Delta-Variante dominierend bei den festgestellten Neuinfektionen in Luxemburg war, sondern Gamma, also die brasilianische Variante, die offenbar auch für die meisten der Ansteckungen im Trierer Louisiana verantwortlich ist. Die zuerst in Brasilien entdeckte Virus-Variante war in Luxemburg in der vergangenen Woche für mehr als 70 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich, der Anteil der Delta-Variante sank auf 25 Prozent. Obwohl die Inzidenz im Nachbarland seit drei Wochen deutlich über 50 liegt, stuft Deutschland das Großherzogtum weiterhin nicht als Risikogebiet ein. In Luxemburg wurde befürchtet, dass es erneut zu Einschränkungen bei der Einreise nach Deutschland kommen könnte.

Neue Risikogebiete

Zu neuen Risikogebieten hat das Robert-Koch-Institut aber die Niederlande und Griechenland sowie Teile von Dänemark erklärt. Das bedeutet für Rückkehrer von dort, dass sie – falls sie nicht vollständig geimpft sind oder vor maximal einem halben Jahr nachweislich positiv auf Corona getestet wurden – nach der Heimreise einen negativen Test vorweisen müssen.