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Corona-Impfungen: Trier ist bereit

Pandemie : Corona-Impfungen: Trier ist bereit

In Trier entsteht eines der größten Impfzentren in Rheinland-Pfalz. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen. Nur der Impfstoff fehlt noch.

Das, was derzeit in der Trierer Messehalle entsteht, erinnert ein wenig an die Abflughalle eines Flughafens. Check-in, Abfertigungsbereich, Wartezone. Drei Mitarbeiter der Messepark-Gesellschaft montieren Schienen auf dem Hallenboden, schleppen Seitenteile von Containern.

So sollen die Impfungen im Trierer Impfzentrum ablaufen

Bis nächsten Dienstag müssen sie fertig sein, dann soll das Corona-Impfzentrum startklar sein. Irgendwann, wenn es ausreichend Impfstoff gibt, können hier in der Halle bis zu 6000 Menschen am Tag geimpft werden. Wann die Impfungen beginnen, ist noch unklar. „Wir sind bereit“, sagt Jörg Raskopp von der Trierer Berufsfeuerwehr. Zusammen mit seinem Kollegen Florian Zonker koordiniert er den Aufbau des Impfzentrums. Mit 16 sogenannten Impfstraßen wird es eines der größten von insgesamt 31 Zentren in Rheinland-Pfalz. Möglicherweise wird am Wochenende der Ablauf der Impfungen geprobt. Falls bis dahin die notwendige Software auf den Computern aufgespielt ist.

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat eine landesweite Koordinationsstelle Impfen geschaffen. Diese unterstützt die Kommunen beim Aufbau und der Organisation der Impfzentren. Auch die Vereinbarung von Terminen läuft zentral. Laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums wird das Land dazu ein Callcenter beauftragen. Ohne vorherigen Termin dürfe man nicht in das Impfzentrum kommen, stellt Raskopp klar. Um zu verhindern, dass es zu Gerangel kommt oder dass Menschen sich zwangsweise Zugang verschaffen, soll ein Sicherheitsdienst eingesetzt werden.

Wer zum Impfen in die Messehalle kommt, der muss sich beim Check-in melden. Dort werden seine Personalien überprüft und er bekommt einen Aufklärungsbogen, auf dem über mögliche Risiken der Impfung aufgeklärt wird. Beim Ausfüllen sollen die Impfwilligen zudem durch einen Film, der auf Bildschirmen läuft, Informationen über die Impfung erhalten. Bei Fragen oder möglichen gesundheitlichen Bedenken stehen in dem Impfzentrum Ärzte für Untersuchungen zur Verfügung. Erst dann geht es zu einer der zunächst zwei sogenannten Impfstraßen. Dabei handelt es sich um mit Stellwänden abgetrennte Bereiche.

Wenn eine der an den Wänden montierten Ampeln Grün zeigt, dann ist einer  der  medizinisch geschulten Helfer bereit, um die Spritze in den Oberarm des Impfwilligen zu setzen. Der Impfstoff, der per Polizeieskorte in Trockeneis gelagert angeliefert werden soll, wird in einem extra gesicherten Container in einem Spezialkühlschrank bei minus 70 Grad gelagert.

 Nach der Impfung geht es  in den Sanitätsbereich. Dort wird überwacht, ob die Geimpften unmittelbar auf die Spritze reagieren. Wenn alles in Ordnung ist, dann geht es zum Check-out. Auf einem Formular oder im Impfausweis wird bescheinigt, dass man nun gegen Corona geimpft ist bevor es aus der Messehalle wieder rausgeht.