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Corona-Politik Bundesregierung Eigenverantwortung 2G

Kommentar : Eigenverantwortung statt Einschränkung

Dass die Corona-Zahlen Richtung Herbst und Winter wieder ansteigen, ist nicht überraschend. Es war vorausgesagt, dass sich dann vor allem Ungeimpfte infizieren. Und wie reagiert die Politik? Vor allem die Bundesregierung agiert, wie fast während der gesamten Pandemie kopf- und ideenlos.

Noch immer hat Bundesgesundheitsminister Spahn nicht verraten, welcher Wert statt der nicht mehr aussagekräftigen Inzidenz künftig die Corona-Politik bestimmen soll. Die Bürger wissen nicht, ob und falls ja, mit welchen Einschränkungen sie wann rechnen müssen. Und so steuert Deutschland erneut  orientierungslos in den zweiten Corona-Winter. Weil Merkel im Wort steht, dass es keine Impfpflicht geben wird, soll der Druck auf die Impfunwilligen nun erhöht werden – Stichwort: 2G. Und da droht das nächste Fiasko der deutschen Corona-Politik. Ein Quasi-Lockdown für Ungeimpfte, sie also vom öffentlichen Leben auszuschließen, dürfte rechtlich nur schwer durchzusetzen sein. Niemand sollte zur Impfung gezwungen werden – auch nicht durch die Hintertür. Die Corona-Politik in Deutschland darf nicht länger bevormundend sein und nur auf Einschränkungen setzen. Es ist an der Zeit, dass der Staat auf die Eigenverantwortung seiner Bürger setzt. Wer sich nicht impfen lassen will, muss selbst dafür sorgen, dass er nicht erkrankt – oder muss notfalls die Konsequenzen dafür tragen, womöglich auch mit einer Behandlung auf der Intensivstation.

b.wientjes@volksfreund.de