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Corona in RLP: 200 Omikron-Verdachtsfälle im Raum Trier

Corona : Omikron breitet sich aus: Fast 200 Verdachtsfälle in der Region

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Rheinland-Pfalz trotz des Feiertags, an dem weniger Tests durchgeführt wurden, deutlich an. Auch gehen immer mehr Ansteckungen auf die Omikron-Variante zurück. Was das bedeutet.

Der von Experten prognostizierte sprunghafte Anstieg der Corona-Infektionen durch die Omikron-Variante zeichnet sich nun auch in der Region ab. Trotz feiertagsbedingter Meldeverzüge meldet das Landesuntersuchungsamt am Montag 113 Neuinfektionen in der Region. Die Gesundheitsämter rechnen aber in den nächsten Tagen mit weiter steigenden Zahlen, da es wegen des verlängerten Wochenendes zu Nachmeldungen von positiven Testergebnissen kommen werde.

Die Inzidenzen steigen zum Teil deutlich an. Den höchsten Wert in der Region weist die Vulkaneifel mit 196,7 auf. Landesweit steigt der Wert auf 170 (nach 161 am Sonntag). Insgesamt 1349 neue Fälle wurden für Rheinland-Pfalz registriert. Die Hospitalisierungsinzidenz, die den Anteil der Covid-Patienten in den Kliniken angibt, ist leicht auf 2,42 gestiegen.

Zwar ist die offiziell angegebene Zahl der bestätigten Omikron-Fälle in der Region mit acht noch vergleichsweise niedrig, allerdings meldet alleine das Gesundheitsamt Trier am Montag elf Infektionen, die nachweislich auf die als ansteckender geltende Corona-Variante zurückgehen. Wie rasant sich die Mutation des Sars-Cov2-Virus in der Region ausbreitet, zeigt sich auch in der deutlich gestiegenen Zahl der Omikron-Verdachtsfälle. Das Landesuntersuchungsamt meldet für die Region 196 Infektionen, die möglicherweise auf die neue Variante zurückgehen, bei denen aber die endgültige Bestätigung dafür aber noch aussteht. Aus Trier und Trier-Saarburg werden insgesamt 122 Verdachtsfälle gemeldet. Landesweit stieg die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle auf 102 und die der Verdachtsfälle auf 1320.

Sorge um Ausbreitung von Omikron in Kitas und Schulen ist groß

Die Sorge vor einer Ausbreitung von Omikron in Kita und Schulen ist groß. Der Kita-Fachkräfteverband Rheinland-Pfalz forderte eine Testpflicht für alle Kita-Kinder. Das Bildungsministerium lehnt eine solche Testpflicht jedoch ab. Die Landesschülervertretung fordert, dass alle Abiturienten (ob geimpft, genesen oder ungeimpft) sich vor den am Mittwoch beginnenden schriftlichen Prüfungen testen müssen. Dann könnte auch auf die Maskenpflicht während der mehrere Stunden dauernden Prüfungen verzichtet werden. Das Bildungsministerium hat angeordnet, dass die Abiturienten während der Klausuren Maske tragen müssen und der Abstand zwischen den Schülern mindestens zwei Meter betragen muss. Testen müssen sich nur ungeimpfte Schüler. „Beim eigenen Abitur mehrere Stunden eine Maske tragen zu müssen, erschwert zum einen die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit massiv, zum anderen wäre es ein weiterer großer Nachteil, den dieser Jahrgang nun hätte”, kritisiert Estella McColgan, Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung. Auch die AfD-Fraktion im Landtag hat gefordert, auf die Maskenpflicht während der Abiturprüfungen zu verzichten.