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Trier: Weihnachtsmärkte und Karneval 2021 - Trotz Corona möglich?

Großveranstaltungen : Weihnachtsmärkte und Karneval 2021 trotz Corona? Aussichten für die Region Trier

Nach den Absagen im vergangenen Jahr stellt sich die Frage, ob Weihnachtsmärkte und Karneval 2021 wieder möglich sind. So ist die Situation in Rheinland-Pfalz und der Region Trier.

Der Termin steht: Ab 19. November soll es in der Trierer Innenstadt wieder nach Glühwein, Bratwurst und Zimtwaffeln riechen. Bis zwei Tage vor Heiligabend soll der Weihnachtsmarkt wieder zahlreiche Menschen anlocken. Auch in Bernkastel-Kues sollen die Marktbuden am 19. November öffnen. Im vergangenen Jahr sind beide Märkte ausgefallen.

Weihnachtsmärkte 2021: Was ist möglich in der Region Trier?

Und in diesem Jahr? Es kann und will derzeit niemand voraussagen, ob und in welcher Form es einen Weihnachtsmarkt geben wird. „Ob und was möglich sein wird, hängt von der Entwicklung der Pandemie und den dann geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen ab, die das Land schafft“, sagt ein Sprecher der Trierer Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion.

Noch sind es drei Monate bis zur geplanten Eröffnung des Marktes. Doch die in den vergangenen Tagen wieder rasant steigenden Corona-Zahlen lassen Planungen für derartige Großveranstaltungen zu einem Vabanquespiel werden. Was geht, was geht nicht? Sind Massen­events überhaupt realistisch? Eine seriöse Antwort darauf wird man derzeit nicht erhalten.

Karneval 2021 ist stark von der Corona-Pandemie betroffen

Zumal unklar ist, welche Vorgaben dann gelten. Dabei spielt auch die Diskussion über die Inzidenz eine Rolle. Wenn im Herbst und Winter die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche – in welcher Größenordnung auch immer – weiterhin als Maßstab für Einschränkungen und Lockerungen gelten sollte, dann dürfte das die Planungen nicht nur der Weihnachtsmärkte erschweren. Auch die Karnevals-Session, die ja bekanntermaßen am 11.11. beginnt, stünde erneut auf der Kippe.

Großveranstaltung sind in Rheinland-Pfalz prinzipiell möglich

Stand jetzt seien größere Veranstaltungen möglich, heißt es aus dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium. Die neue Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes sehe bei den meisten Veranstaltungen, ob drinnen oder draußen, die 3-G-Regel vor: Einlass erhält nur wer geimpft, genesen oder getestet ist. Bei einer anhaltenden Inzidenz über 35 dürfen bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen momentan nur dann mehr als 350 Personen teilnehmen, wenn die zuständige Ordnungsbehörde dafür eine Ausnahmegenehmigung erteilt und das Gesundheitsministerium sein OK dazu gibt.

Zwar soll, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz erläuterte, die Inzidenz in der neuen, ab 11. September in Kraft tretenden Corona-Verordnung des Landes kein alleiniger Maßstab mehr für Einschränkungen sein. Die entscheidende Maßzahl sei einzig und allein die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern und dabei vor allem die, die auf den Intensivstationen behandelt und beatmet werden müssten, sagt der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis. Allerdings gebe es bereits jetzt in der Region wegen Personalmangels Kapazitätsprobleme auf einigen Intensivstationen. Weil Personal fehlt, können nicht mehr Patienten aufgenommen werden, weil ansonsten deren zeitaufwendige Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann. „Diese Situation hat mit der außerordentlichen Belastung aller Gesundheitsberufe im Rahmen der dritten Welle zu tun. Wir können uns daher für den kommenden Herbst und Winter nicht ansatzweise erlauben, die Krankenhäuser einer ähnlichen Belastung auszusetzen. Daher muss mit Nachdruck versucht werden, die Impfquote zu erhöhen“, sagt Matheis.

Das bestätigt auch der Sprecher des Gesundheitsministeriums. „Der Impffortschritt ist gut, allerdings müssen noch mehr Menschen die mittlerweile sehr einfach zu erreichenden Impfangebote annehmen. Impfen bleibt der Schlüssel zum Ausweg aus der Pandemie.“

Auch im Raum Trier: Weihnachtsmärkte, Karneval und andere Großveranstaltungen bedeuten hohen Aufwand

Für größere Veranstaltungen wie die geplante Sessionseröffnung auf dem Trierer Kornmarkt oder eben auch Weihnachtsmärkte würde das bedeuten, dass Zutritt wohl nur Geimpfte und Genesene, vielleicht auch noch Getestete erhalten. Das wiederum würde einen größeren Aufwand erforderlich machen, mit strengen Einlasskontrollen und eng abgrenzten Flächen. Klar ist damit: Die Corona-Lage macht auch in diesem Jahr die Planung für solche Veranstaltungen nicht einfacher.