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Daun: Onnertz fordert in Sachen Fusion ein Ende der „Heimlichkeiten“

Daun: Onnertz fordert in Sachen Fusion ein Ende der „Heimlichkeiten“

Nachdem die CDU-Fraktion im Kreistag des Landkreises Vulkaneifel in dieser Woche beantragt hat, diverse Beschlüsse zur Fusion der Kreissparkassen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel auf die Tagesordnung der Kreistagssitzung am 16. Juni zu setzen, ist der Landrat des Vulkaneifelkreises, Heinz Onnertz (parteilos), in die Offensive gegangen.

In einem Offenen Brief listet er Gründe auf, die seiner Auffassung nach gegen eine solche Fusion sprechen. So müsste das „sehr erfolgreiche Vertriebs- und Filialsystem der KSK Vulkaneifel aufgegeben werden“ und in der „der ersten Zeit nach der Fusion entstünden Mehrkosten in Millionenhöhe, Kosteneinsparungen in einigen Jahren resultierten vornehmlich aus dem Wegfall von Arbeitsplätzen“ Aus Sicht des Landrats, der kraft Amtes auch Vorsitzender Verwaltungsrats der KSK Vulkaneifel ist, wäre „das ,Verschenken’ der KSK, eines Instituts mit einem Marktwert von deutlich mehr als 100 Millionen Euro, an den Nachbarkreis, diametral entgegengesetzt zu den wohlverstandenen Interessen des Vulkaneifelkreises“.

Weiter schreibt er: "Die Fusion, die von einigen Verantwortlichen erzwungen werden soll, stellt eine sehr gewichtige Entscheidung dar. Die zugrundeliegenden Verträge sind sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht extrem kompliziert. Diese Verträge ohne den Vorstand der KSK Vulkaneifel sozusagen ,im Hinterzimmer’ zu zimmern, stellt eine Ungeheuerlichkeit dar".

Onnertz schreibt, er hoffe, dass durch diesen Brief die Heimlichkeiten ein Ende finden und „wir in eine offene Diskussion eintreten können“. Er sei bereit, sich an dieser Diskussion „ohne Zeitdruck mit dem Ziel zu beteiligen, das Beste für unsere Sparkasse und deren Kunden und damit für den Landkreis Vulkaneifel und seine Bürger zu erreichen“.