Daun: Unterlassene BSE-Tests beunruhigen die Landwirte

Daun: Unterlassene BSE-Tests beunruhigen die Landwirte

(ako) Das Fest der Landwirtschaft zum Jahresbeginn lockte viele prominente Nicht-Bauern in das Forum Daun. Gesprächsstoff gab es reichlich: nicht erfolgte BSE-Kontrollen, der Umzug der landwirtschaftlichen Vereine nach Boverath, vermehrter bürokratischer Aufwand und die Änderung der EU-Richtlinien für die Prämien. „Im Hinblick darauf, dass es nicht zu vermeiden war, sind wir glücklich, dass wir nun wieder alle gemeinsam unter einem Dach arbeiten können und in Daun bleiben", sagte Bernd Feltges, Chef des Kreisbauernverbands, zum Umzug von Bauernverband, Landfrauen, Maschinenring, Agrarservice, Beratungsring, Waldbauverein, Erag und Buchstelle. Für mehr Beunruhigung sorgten die aktuellen Schlagzeilen um die rund tausend Fälle, in denen die vorgeschriebenen BSE-Tests an geschlachteten Rindern unterlassen wurden und das Fleisch ungeprüft in den Handel gelangte. „Wir Landwirte sind darüber regelrecht entsetzt", schilderte Feltges die Reaktion seines Berufsstands.

(ako) Das Fest der Landwirtschaft zum Jahresbeginn lockte viele prominente Nicht-Bauern in das Forum Daun. Gesprächsstoff gab es reichlich: nicht erfolgte BSE-Kontrollen, der Umzug der landwirtschaftlichen Vereine nach Boverath, vermehrter bürokratischer Aufwand und die Änderung der EU-Richtlinien für die Prämien. „Im Hinblick darauf, dass es nicht zu vermeiden war, sind wir glücklich, dass wir nun wieder alle gemeinsam unter einem Dach arbeiten können und in Daun bleiben", sagte Bernd Feltges, Chef des Kreisbauernverbands, zum Umzug von Bauernverband, Landfrauen, Maschinenring, Agrarservice, Beratungsring, Waldbauverein, Erag und Buchstelle. Für mehr Beunruhigung sorgten die aktuellen Schlagzeilen um die rund tausend Fälle, in denen die vorgeschriebenen BSE-Tests an geschlachteten Rindern unterlassen wurden und das Fleisch ungeprüft in den Handel gelangte. „Wir Landwirte sind darüber regelrecht entsetzt", schilderte Feltges die Reaktion seines Berufsstands. Denn ihnen schade das Nichteinhalten der Kontrollen, das in den Schlachthöfen zu verantworten sei. Feltges: „Das Fleisch wird erst nach der Schlachtung getestet, an lebenden Tieren geht das noch nicht. Fehlende BSE-Kontrollen fallen erst auf, wenn die Bauern mehr Tiere beim dafür zuständigen Register zur Schlachtung abmelden als von den Schlachthöfen angegeben." Im Interesse der Bauern sei ein Unterlassen der Tests keineswegs, sondern ethisch wie ökonomisch unsinnig. Leo Blum, Präsident des Bauernverbands Rheinland-Nassau, fand noch drastischere Worte: „Das ist eine riesengroße Schweinerei und kriminell."