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Gesellschaft
Impulse für vitalen ländlichen Raum

Ilse Spohr, Christiane Rösel und Adleheid Epper freuen sich über die Resonanz beim Landfrauentag.
Ilse Spohr, Christiane Rösel und Adleheid Epper freuen sich über die Resonanz beim Landfrauentag. FOTO: Brigitte Bettscheider / TV
Daun.  Etwa 250 Mitglieder und Gäste des Landfrauenverbands Vulkaneifel sind beim Landfrauentag mit Musik und Vortrag gut unterhalten worden. Auch der Austausch kam nicht zu kurz. Von Brigitte Bettscheider

Zustimmendes Nicken geht durch die Tischreihen im Forum, als Christiane Rösel die Kinderspielfigur „Stehaufmännchen“ in Erinnerung ruft. „Das passende Bild zu unserem Thema ‚Innere Stärke gewinnen’“, erklärt die Gemeinde- und Diplom-Pädagogin und Buchautorin mit Blick darauf, dass die Figur aus dem Takt kommen und ins Schleudern geraten mag, aber immer wieder auch ihre Balance findet. „Wie in unserem Leben“, sagt die Referentin und empfiehlt sieben Schritte, um die seelische Widerstandskraft zu stärken (siehe Extra).

   Christiane Rösel stammt aus dem schwäbischen Walddorfhäslach bei Reutlingen. Dass beim Landfrauentag renommierte Referenten weit anreisen, ist fast schon selbstverständlich. Auch, dass der musikalische Rahmen etwas Besonderes ist - dieses Mal gestaltet durch die Saxofonquartettgruppe „Swinging Ladies“ der Musikschule Landkreis Vulkaneifel.

„Wir möchten Ihnen in einem schönen Rahmen Geselligkeit bieten, Impulse für Ihren Alltag geben und leckeren selbstgebackenen Kuchen servieren“, bringt die Vorsitzende Ilse Spohr die klassischen Säulen des Landfrauentags auf den Punkt. Und genießt sichtlich gemeinsam mit ihren Vorstandsfrauen (siehe Info) die Attribute, die Landrat Heinz-Peter Thiel, Stadtbürgermeister Martin Robrecht und Adelheid Epper vom Landesverband Rheinland-Nassau dem Landfrauenverband Vulkaneifel als einem der mitgliederstärksten Vereine des Landkreises verleihen. „Sie sind Impulsgeberinnen für einen vitalen ländlichen Raum“, sagt Robrecht. „Sie verbessern die Lebensqualität in unserem Landkreis“, meint Thiel. „Hier ist ein gut funktionierender Vorstand mit Kreativität und Herzblut am Werk“, betont Epper.

  Ja, ihr Amt sei mit viel Arbeit verbunden, räumt Ilse Spohr (Üxheim) im Gespräch mit unserer Zeitung ein. „Doch man darf es nicht laufen lassen, man muss am Ball bleiben und immer up to date sein“, sagt die seit Oktober 2016 amtierende Vorsitzende. Seit 20 Jahren schon ist sie in dem Verband mit aktuell 1450 Mitgliedern aktiv, zunächst als Ortsvertreterin, dann im Vorstand, zuletzt – vor ihrer Wahl zur Vorsitzenden – als Geschäftsführerin. Aktuell laufen Gründungen von neuen Ortsvereinen (zum Beispiel in Trittscheid, Berndorf und Niederstadtfeld), verbunden mit der Gewinnung von neuen, vor allem jüngeren Mitgliedern.

„In Trittscheid sind die meisten der 20 Mitglieder zwischen 30 und 50 Jahren alt“, erzählt Ilse Spohr. Und findet: „Das ist eine perfekte Mischung.“ Auf die Frage, wo denn der Schuh drücke, muss die Vorsitzende eine Weile überlegen.

„Dass es gerade in mitgliederstarken Orten wenig Interesse an unseren Veranstaltungen gibt“, bedauert sie. „Aber gerade auf den kleinen Dörfern läuft es besonders gut“, betont sie.

Und gibt bekannt, dass zum Landfrauentag 2019 mit einer Jahrzehnte langen Tradition gebrochen werde. Dann sei die Veranstaltung erstmals nicht an einem Wochentag, sondern finde an einem Samstag statt – „damit auch die jüngeren, berufstätigen Frauen teilnehmen können“, erklärt Ilse Spohr.