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A1 bei Gerolstein: Freie Fahrt auf 3,8 Kilometern

Die Zu- und Abfahrten auf der A 1 zwischen zwischen Rengen und der Anschlussstelle Gerolstein sind schon soweit fertig. Es fehlen noch Bankette und Leitplanken für den neuen Autobahnabschnitt. TV-Foto: Helmut Gassen
Die Zu- und Abfahrten auf der A 1 zwischen zwischen Rengen und der Anschlussstelle Gerolstein sind schon soweit fertig. Es fehlen noch Bankette und Leitplanken für den neuen Autobahnabschnitt. TV-Foto: Helmut Gassen
Daun/Gerolstein. Am 1. Oktober sollen die 3,8 Kilometer Autobahn 1 (A 1) von der Behelfsausfahrt Rengen bis zur Anschlussstelle (AS) Gerolstein für den Verkehr freigegeben werden. Von unserem Mitarbeiter Helmut Gassen

Zumindest ein kleines neues Stück A 1 werden die Autofahrer schon bald nutzen können. Am 1. Oktober, "im Laufe des Tages", wie Dietmar von Landenberg vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein betont, soll das Teilstück von der Behelfsausfahrt Rengen bis zur B 410/Anschlussstelle (AS) Gerolstein freigegeben werden.

"Zurzeit stellen wir die seitlichen Bankette und das Mittelbankett fertig und auch die seitlichen Auffüllungen fehlen noch", sagt Frank Arnoldi, Polier der ausführenden Firma Schnorpfeil. Weiterhin fehlen die Markierungen auf der Straße sowie die Schutzplanken und Leitpfosten. "Außerdem müssen noch die notwendigen Maßnahmen zur Verkehrssicherung für die Umleitung des Verkehrs auf der A 1 von einer zur anderen Spur durchgeführt werden", sagt von Landenberg vom A1-Projektbüro des LBM.

Zwei Tage vor der Eröffnung - also ab Mittwoch, 29. September - wird die Autobahn von der AS Darscheid bis zur Behelfsausfahrt Rengen komplett gesperrt, um den Übergang der vorhandenen Autobahn zum neuen Streckenabschnitt zu schaffen.

Eine offizielle Eröffnung gibt es jedoch nicht. Sie findet erst im nächsten Jahr zur Freigabe des Teilstücks bis zur Anschlussstelle Kelberg statt.

Rund 38 Millionen Euro kostete das jetzt fertiggestellte, 3,8 Kilometer lange Teilstück, einschließlich der Liesertalbrücke, die mit 19 Millionen Euro zu Buche schlug. Veranschlagt waren laut LBM Kosten von mehr als 50 Millionen Euro. Durch gute Ausschreibungsergebnisse wurde das Vorhaben aber deutlich günstiger. 120 Millionen Euro hat der Bund in das Stück von der AS Darscheid bis zur AS Kelberg investiert.

An dem 2,2 Kilometer langen Teilstück von der AS Gerolstein bis zur AS Kelberg, das bis August 2011 fertig sein soll, wird ebenfalls seit Oktober 2009 gearbeitet. "Ich gehe fest davon aus, dass wir diesen Termin der Fertigstellung auch schaffen", sagt von Landenberg, der seit 2000 mit dem Bau der A1 beschäftigt ist.

Rengener Kreisel in der Diskussion



Nach der Freigabe des nun fertigen Teilstücks wird auch die Behelfsausfahrt Rengen zurückgebaut. Da der Damm im Bereich der bisherigen Auffahrt aufgeschüttet wird, um auch die zweite Fahrspur bauen zu können, werden rund 100 000 Kubikmeter Erdmaterial benötigt.

Dieses lagert aber bereits bei der Liesertalbrücke. Bis zum Frühjahr 2011 soll auch die zweite A 1-Spur bis zur AS Gerolstein vollständig für den Verkehr freigegeben werden.

Der Rengener Kreisel, der gebaut wurde, um die Behelfsausfahrt an die L 46 anzubinden, ist in der Diskussion. So hat sich die Stadt Daun dafür ausgesprochen, dass der Kreisel nicht zurückgebaut wird, sondern bestehen bleibt. Auch der Rengener Ortsbeirat ist dafür, wie Ortsvorsteher Winfried Schneider mitteilte.

Das letzte Teilstück der A 1 in Rheinland-Pfalz verläuft dann von der AS Kelberg bis zur AS Adenau. Das sind noch einmal elf Kilometer.

Wann hier jedoch Baubeginn sein wird, ist bislang von niemandem zu erfahren. Klar ist lediglich: Das Planfeststellungsverfahren soll 2011 durchgeführt werden.

Für die Fertigstellung der noch nicht begonnenen Abschnitte von insgesamt 25 Kilometern Länge bis nach Tondorf in Nordrhein-Westfalen werden vom Bund noch 320 Millionen Euro gebraucht.