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Tourismus
Wahrzeichen wird saniert

in die Jahre gekommen: Die Vulcano-Plattform in Steineberg, von der man einen herrlichen Ausblick über die Eifel hat, wird im Herbst/Winter saniert.
in die Jahre gekommen: Die Vulcano-Plattform in Steineberg, von der man einen herrlichen Ausblick über die Eifel hat, wird im Herbst/Winter saniert. FOTO: TV / Bernd Schlimpen
Steineberg. Vulcano-Plattform in Steineberg wird demnächst für 20 000 Euro ertüchtigt.

(bs) „Dies hier war eine gute Investition, weil die Leute wegen der Vulcano-Infoplattform hierher kommen und so die Schönheit der Eifel sehen können. Das ist gut für den Tourismus“: Das sagte der damalige (und inzwischen verstorbene) rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Arthur Bauckhage vor mehr als zehn Jahren beim Besuch des 2003 errichteten Wahrzeichens der Gemeinde Steineberg.

Um die 170 000 Euro hat das Bauwerk gekostet, der 28 Meter hohe Turm aus Douglasienholz steht auf dem höchsten Punkt der 558 Meter hohen „Steineberger Ley“.

Wer die  139 Stufen erklimmt, hat eine prächtige Aussicht, bei optimalem Wetter 70 Kilometer weit. Der Turm steht überdies auf geschichtsträchtigem Areal, denn im Umfeld gibt es Teile einer alten Befestigungsanlage. Die Bauweise und die Größe sprechen für eine keltische Fliehburg aus der Zeit um 500 bis 100 vor Christus.

Doch das Steineberger Wahrzeichen ist in die Jahre gekommen, wie Ortsbürgermeister Michael Schultze berichtet. „Der Turm samt Plattform ist inzwischen 15 Jahre alt. Wir werden ihn umfangreich sanieren.“ Die hintere Stütze soll in 3,50 Metern Höhe abgeschnitten und durch eine Stahlkonstruktion ersetzt werden. Dazu muss laut Schultze ein Schwerlastkran den Turm sichern. Die Sanierungsarbeiten sind für diesen Herbst/Winter geplant.

Die Kosten werden auf 20 000 Euro geschätzt. Zugesagt sind nach Worten des Ortsbürgermeisters bisher 10 000 Euro Zuschuss vom Natur- und Unesco Geopark Vulkaneifel, jeweils 5000 Euro übernehmen die Verbandsgemeinde Daun und die Gemeinde Steineberg.

Laut Schultze besteigen jährlich  6000 bis 7000  Personen die Plattform, wovon die Gemeinde allerdings keinen wirtschaftlichen Gewinn hat. Im Gegenteil: Die Plattform „verursacht nur Kosten für uns“, sagt der Ortsbürgermeister. Missen will er sie aber auch nicht.