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Autor schreibt Bittbrief für Himmerod

Rainer M. Schröder.Foto: TV-Archiv/ privat
Rainer M. Schröder.Foto: TV-Archiv/ privat
Himmerod. In einem offenen Brief an den Abtpräses der Mehrerauer Kongregation, Anselm van der Linde, bezeichnet Schröder das Kloster als "Leuchtturm christlichen Bekenntnisses", das man nicht einfach abwickeln könne wie ein DDR-Pleiteunternehmen. Die Abtei im Salmtal sei ein ganz besonderer Ort der Besinnung, Glaubensvertiefung und Inspiration, der durch die zahlreichen Besucher "jedes Jahr tausendfach spirituelle Frucht" trage, schreibt Schröder.

"Können wir Katholiken es uns in diesen Zeiten erlauben, da Deutschland immer mehr zu einem Heidenland wird, Himmerod einfach so zu schließen", fragt der in den USA lebende Schriftsteller.
Rainer M. Schröder hält sich nach eigenen Angaben jedes Jahr für einige Wochen in Himmerod auf; das Eifeler Kloster ist auch Schauplatz einiger seiner Bücher. Mit einer Gesamtauflage von sechs Millionen Exemplaren allein in Deutschland zählt Rainer M. Schröder zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern von Jugendbüchern und historischen Romanen. Für seinen rund um das Kloster Himmerod angesiedelten Roman "Das Geheimnis der weißen Mönche" wurde dem heute 60-Jährigen 1998 in Prüm der Eifel-Literatur-Preis verliehen.
Die Mehrerauer Kongregation entscheidet Anfang Oktober über die Zukunft von Himmerod. sey