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Infrastruktur
Ewige Baustelle Krankenhaus

Lindert die Raumnot: In den Anbau fürs Maria-Hilf-Krankenhaus wird viel Geld investiert.
Lindert die Raumnot: In den Anbau fürs Maria-Hilf-Krankenhaus wird viel Geld investiert. FOTO: klaus kimmling / Klaus Kimmling
Daun. Das Millionenprojekt Erweiterungstrakt an der Klimik der Kreisstadt ist voraussichtlich Ende des Jahres vollendet. Dann geht es allerdings im Stammgebäude der Klinik weiter.

Als vor fast 125 Jahren das Maria-Hilf-Krankenhaus in Daun eröffnet wurde, war der Standort am damaligen Stadtrand sicher sorgfältig gewählt worden. Niemand konnte 1894 ahnen, wie viel Platz nötig sein würde, damit das Haus den jeweiligen Anforderungen der medizinischen Versorgung entsprechen kann.

Gerade in den vergangenen Jahren ist viel passiert und die Angebotspalette um Schlaganfalleinheit, Psychosomatik, Palliativmedizin, Geriatrie, Gefäßchirurgie und einiges mehr erweitert worden. Aber all das unterzubringen, ist eine Herausforderung für die Verantwortlichen, denn das Klinikareal am Rand der Innenstadt hat kaum Erweiterungen in die Breite erlaubt. Die Folge: Im Krankenhaus ging’s hoch hinaus – gezwungenermaßen. Ab Ende 2015 ist aber ein  Erweiterungsbau zwischen Verwaltungstrakt und Pflegeschule entstanden, der die Raumnot etwas lindert. Mehr als zehn Jahre hat es gedauert, bis das Projekt endgültig in trockenen Tüchern war. Gut 13 Millionen Euro wird der Bau kosten, inklusive Modernisierung der Fachbereiche Orthopädie, Intensivstation, Endoskopie und Radiologie. Mit 9,2 Millionen Euro beteiligt sich das Land Rheinland-Pfalz, bleibt für die Trägerin des  Krankenhauses, die Gesellschaft der Katharinenschwestern, ein Eigenanteil von mehr als drei Millionen Euro.

In einigen Teilen des Neubaus wird schon seit einigen Monaten gearbeitet. Die ersten Räume sind im Herbst vergangenen Jahren fertig geworden: Im Erdgeschoss sind die Bereitschaftsdienstzentrale der niedergelassenen Ärzte und die Neurologie angesiedelt.

Daniel Roden, Technischer Leiter des Krankenhauses, hält die Baustelle ordentlich auf Trab, und das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Denn wenn die Arbeiten im Erweiterungstrakt  Ende des Jahres beendet sein werden, ist noch nicht Schluss, denn anschließend geht es es im Stammgebäude weiter, wo auch umgebaut wird. „Wir gehen davon aus, dass das ein weiteres Jahr dauern wird“, sagt Roden. „Grundsätzlich liegen wir im Zeitplan und im Kostenrahmen.“

Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen (ge-)wichtigen Tag: In einigen Wochen wird ein großer Kran das neue, mehrere Tonnen schwere Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT) an dessen neuen Bestimmungsort im dritten Stock des Neubaus hieven.  Dort entsteht die neue radiologische Abteilung, betrieben von der Gemeinschaftspraxis für Radiologie Daun-Wittlich. Bis dahin muss alles vorbereitet sein, „denn der Termin 21. August ist fix,  ein Verschieben ist nicht möglich“, sagt der Technische Leiter des Krankenhauses.

Bei einem weiteren Projekt, dem neuen Herzkatheter-Labor, geht es voran. „Der Bauantrag ist gestellt“, erklärt Geschäftsführer Franz-Josef Jax. „Wir rechnen mit der Inbetriebnahme im Oktober.“

Mehr Komfort für die Patienten gibt es in den neuen Zimmern.
Mehr Komfort für die Patienten gibt es in den neuen Zimmern. FOTO: klaus kimmling / Klaus Kimmling
Teile des Erweiterungsbaus sind bereits in Betrieb.
Teile des Erweiterungsbaus sind bereits in Betrieb. FOTO: klaus kimmling / Klaus Kimmling
Noch ist viel zu tun: Bis Dezember sollen die Arbeiten im neuen Trakt des Krankenhauses abgeschlossen sein. 
Noch ist viel zu tun: Bis Dezember sollen die Arbeiten im neuen Trakt des Krankenhauses abgeschlossen sein.  FOTO: klaus kimmling / Klaus Kimmling