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"Das ist der Stern von Bethlehem!"

Neu zugezogen in Neunkirchen und gleich mitgemacht beim "Begehbaren Adventskalender": Kerstin Hoffmann (rechts vom Fenster, mit Sohn Henry auf dem Arm). TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Neu zugezogen in Neunkirchen und gleich mitgemacht beim "Begehbaren Adventskalender": Kerstin Hoffmann (rechts vom Fenster, mit Sohn Henry auf dem Arm). TV-Foto: Brigitte Bettscheider
DAUN-NEUNKIRCHEN. Damit der Advent auch als Zeit des Miteinanders im Dorf erlebt werden kann, findet in Neunkirchen die Aktion "Begehbarer Adventskalender" statt – ohne feste Zeiten, ohne großes Programm, einfach zur Freude der Fenstergestalter und der Spaziergänger. ARRAY(0xf7fb6f70)

Kerstin und Rafael Hoffmann wohnen mit ihren Kindern Philipp (5) und Henry (3) erst seit einem Vierteljahr in Neunkirchen. Ihre Hausnummer ist die 14; doch jetzt im Advent prangt an ihrem Haus am Sprinkenberg zusätzlich eine große 18. Sie ist Zeichen dafür, dass die Hoffmanns am 18. Dezember ihr Adventsfenster öffnen. Jetzt war es so weit: In der Garageneinfahrt und auf der Treppe hoch zum Haus steht ein Spalier aus Kerzengläsern. Im Hof sind Tisch und Bänke, und weil es (ausnahmsweise) so richtig dezemberlich kalt ist, wurde die Terrassenheizung in Betrieb gesetzt. Es gibt Glühwein und Lebkuchen, Kinderpunsch und Kekse. Da von der Straße her das Garagenfenster am besten einzusehen ist, haben Kerstin Hoffmann und ihre Kinder es mit blauem Transparentpapier hinterlegt (Philipp: "Das soll der Himmel sein"), Sterne aus Silberfolie darauf geklebt und einen Schweifstern mit Beleuchtung angebracht (Henry: "Das ist der Stern von Bethlehem"). Auch auf der Fensterbank brennen Kerzen. Mit Einbruch der Dunkelheit kommen Spaziergänger aus dem Dorf vorbei, sie bleiben eine Weile - so wie Roswitha Hey und ihre 15-jährige Tochter Carolin oder Katharina Utters mit Johanna (4). Vom Organisationsteam schauen Horst Krämer und Christel Utters vorbei (die Dritte in ihrem Bund ist Trudi Osiewacz). Da Rafael Hoffmann um diese Zeit noch in seiner Praxis in Daun ist, sind Kerstin Hoffmanns Eltern Jochen und Ingeborg Steinbrunn aus Hillesheim zur familiären Unterstützung angereist. Jochen Steinbrunn ist begeistert. "Das ist eine sehr gute, nachahmenswerte Idee und ein Zeichen guter Dorfgemeinschaft", sagt er. Das findet auch seine Tochter Kerstin Hoffmann. "Wir haben uns riesig gefreut, als Christel Utters uns die Einladung zur Teilnahme am ‚Begehbaren Adventskalender' gebracht hat und sofort zugesagt", erzählt sie. Und: "Wir finden sowieso, dass Neunkirchen ein tolles Dorf ist.""Wir gehören zur Dorfgemeinschaft"

Vor zwei Jahren war die Aktion unter dem Motto "Hell wird's in unserem Dorf" in Neunkirchen erstmals veranstaltet worden; sie soll im Wechsel mit der "Lebendigen Krippe" alle zwei Jahre stattfinden (der TV berichtete). Am Haus von Günther Kremer hatte es am 1. Dezember begonnen; dort befindet sich eine mehrere Quadratmeter große Außenkrippe mit Musik, Wasser und beweglichen Figuren. Und dort wird auch die Gruppe der Kindertagesstätte Neunkirchen-Steinborn auf ihrem Rundgang kurz vor den Weihnachtsferien Station machen. "Wir gehören zur Dorfgemeinschaft und nehmen immer wieder gerne an den Ereignissen teil", sagt Leiterin Gaby Jaquemod. Am Samstag, 23. Dezember, ist die Dorfgemeinschaft zum Rundgang eingeladen. Horst Krämer tüftelt derzeit an einem Plan für die beste Wegstrecke. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der St.-Anna-Kirche. Dort wird im Rahmen der Kinderchristmette an Heiligabend um 15 Uhr das letzte Fenster geöffnet.