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Daun erwartet 2500 Grünröcke

Das Organisationsteam der Bundesjungschützentage (hier Alwin Backes (links) und Willi Back) hat Hunderte von Plakaten aufgehängt. TV-Foto: Helmut Gassen
Das Organisationsteam der Bundesjungschützentage (hier Alwin Backes (links) und Willi Back) hat Hunderte von Plakaten aufgehängt. TV-Foto: Helmut Gassen
Daun. Ein Großveranstaltung wirft in der Kreisstadt ihre Schatten voraus: Vom 5. bis 7. Oktober finden in Daun die Bundesjungschützentage (BJT) unter dem Motto "Schützenjugend - zweifellos gut!" statt. Mehr als 2500 Teilnehmer und mehrere Tausend Besucher werden insbesondere zum großen Festumzug am Sonntag erwartet. Helmut Gassen

Daun. Es geht in den Endspurt für das Organisationsteam der Bundesjungschützentage in Daun, denn es sind nur noch wenige Tage bis zum Start. "Bisher haben sich rund 1800 Teilnehmer gemeldet, das ist schon viel", sagt Bezirksbundesmeister Alwin Backes.
Ab heute wird auf dem Dauner Marktplatz das Zelt aufgebaut, das Platz für 1000 Gäste bietet, hier finden unter anderem auch die Musikveranstaltungen während der Bundesjungschützentage statt. Das Engagement aus den Reihen der "Grünröcke" ist groß. "Wir haben 560 Helfer aus der Region, die bedienen, Nachtwache halten werden oder die Jugendlichen bei den Tagestouren begleiten, mit einer solchen Menge habe ich selbst nicht gerechnet", sagt Backes.
Die Stadt und die Verbandsgemeinde Daun unterstützen die Veranstaltung. Die Männer vom Bauhof stellen die Absperrungen auf und die Feuerwehren aus Daun und Neroth helfen beim Einweisen der Besucher auf die Parkplätze. "Wegen der Vielzahl der zu erwartenden Teilnehmer und Besucher wird den Bundesjugendschützentagen auch eine touristische Bedeutung zugemessen", sagt Arnold Schneider, Pressesprecher der Verbandsgemeinde, auf TV Anfrage. Seit über zwei Jahren habe es eine Vielzahl von Abstimmungen mit den Veranstaltern, der Kreisverwaltung, der Polizei und anderen Stellen gegeben, wobei es das Ziel war "den Veranstaltern bei Genehmigungserfordernissen behilflich zu sein", so Schneider.
Mit der Abstimmung von organisatorischen und behördlichen Angelegenheiten ist Ordnungsamtsleiter Ewald Adams beschäftigt. "Das Fest betrifft uns als Straßen- und Verkehrs-, Gaststätten- und Immissionsschutzbehörde, wir sind da vielfältig berührt", sagt Adams. So muss der Verkehr auf der Bundesstraße 257 umgeleitet werden, die Leopoldstraße vom Kreisel bis zum Marktplatz ist für den Zeitraum der BJT für den Verkehr gesperrt.
Der Gewerbe- und Verkehrsverein Daun hat für den Sonntag, wenn die meisten Besucher in der Kreisstadt sein dürften, einen verkaufsoffenen Sonntag angesetzt.
Die Großveranstaltung soll nicht nur die Kassen der Geschäfte klingeln lassen, sondern füllt auch die Betten in der Kreisstadt. "Die Hotels in und um Daun sind alle belegt während der Tage, und in der Dauner Jugendherberge wohnen rund 50 Teilnehmer", sagt Bundesjungschützenmeister Mario Schäfer.
Veranstalter der BJT sind die Bruderschaften des Bezirksverbands Eifel und der Diözesanverband Trier des Bund der St. Sebastianus Schützenjugend die gemeinsam die Mammutaufgabe "Bundesjungschützentage" stemmen und dies in Daun, wo kein Schützenverein beheimatet ist. "Das ist für uns kein Problem. Wir sind positiv überrascht, wie gut wir hier aufgenommen wurden und fühlen uns hier sehr wohl", sagt Mario Schäfer.
Empfang im Forum


Über die Kosten der Großveranstaltung macht Schäfer nur vage Andeutungen. "Wir sind nicht profitorientiert, alles ist in einem überschaubaren Rahmen und gut abgedeckt durch Sponsoren und die Teilnehmerbeiträge" sagt er. Nicht nur für den Veranstalter entstehen Kosten, auch die Stadt, die Verbandsgemeinde und der Kreis sind betroffen. So gibt die Stadt am Samstagabend für ihre Gäste einen Empfang im Forum Daun.
"Der Empfang wird die Stadt so rund 2500 Euro kosten, am Ende werden die Gesamtkosten für die Stadt so bei 4000 Euro liegen, das ist ein überschaubarer Betrag und vertretbar wenn man den bundesweiten Werbeeffekt für Daun betrachtet", sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen.
Der Kreis stellt dem Veranstalter Infrastruktur in Form der Schulen und der Wehrbüschhalle kostenlos zur Verfügung und trägt auch die Kosten für Strom und Wasser.
"Das kostet uns viereckig Geld, aber wir sehen es als eine Art der Tourismusförderung", sagt Landrat Heinz Onnertz.