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Daun
Dauner Ohren lauschen weltweit

Daun. Weder die Gerolsteiner IT-Experten noch die Dauner Abhörspezialisten, die  auch bereits seit mehr als 20 Jahren an Einsätzen der Bundeswehr teilnehmen, kämpfen im Ausland an vorderster Front, sondern gehen – zumindest inzwischen – ihren Aufgaben in gut gesicherten Camps oder Kasernen nach. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Dennoch ist der Job gefährlich. Das zeigte sich auf tragische Art und Weise am 7. Juni 2003, dem bislang „schwärzesten Tag des Verbandes“: Bei einem Anschlag in Kabul sind zwei Kameraden aus Daun gefallen und mehrere schwer verletzt worden.

Aktuell nehmen nach eigener Auskunft 60 Mitglieder des Bataillons Elektronische Kampfführung 931 aus Daun an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teil. Schwerpunkte bilden die Missionen in Afghanistan und Mali. 1996 wurden erstmals Soldaten aus Daun zu einem Auslandseinsatz entsandt – auf den Balkan  im Rahmen der Mission SFOR. Seither sind die Dauner Abhörspezialisten bei  allen nennenswerten Auslandseinsätzen der Bundeswehr vertreten gewesen und weiterhin dabei. Ihr Auftrag ist es, frühzeitig Krisen auf der ganzen Welt zu erkennen, mögliche Gefahren zu identifizieren, die Absicht potentieller Gegner zu erfahren und somit Gefahren für die eigenen Soldaten und Verbündete im Einsatz abzuwenden.

Derzeit hat das Dauner Bataillon rund 1000 Angehörige, zudem ist es einer der stärksten Arbeitergeber in der Vulkaneifel.