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Infrastruktur
Platz da!

Die langjährige Bürgermeisterdienstwohnung in der Aachener Straße in Hillesheim, die eigentlich ein komplettes Einfamilienhaus ist, soll abgerissen werden.
Die langjährige Bürgermeisterdienstwohnung in der Aachener Straße in Hillesheim, die eigentlich ein komplettes Einfamilienhaus ist, soll abgerissen werden. FOTO: TV / Mario Hübner
Hillesheim. Die Bürgermeisterdienstwohnung in Hillesheim soll abgerissen und das Gelände mittelfristig der Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Eine Ära geht zu Ende: Die langjährige Bürgermeisterdienstwohnung in der Aachener Straße in Hillesheim, die eigentlich ein komplettes Einfamilienhaus ist, soll abgerissen werden. Das hat der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Hillesheim  einstimmig beschlossen.

Mit dem Beschluss hat sich der VG-Rat gegen eine Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1964 ausgesprochen, die in nächster Zeit angestanden und nach Angaben der Verwaltung mit rund 120 000 Euro zu Buche geschlagen  hätte.

Vielmehr soll durch den Abriss und die Entsorgung, die mit rund 50.000 Euro kalkuliert ist, Platz für die künftige Entwicklung der Feuerwehr geschaffen und damit das Problem der beengten Verhältnisse beseitigt werden. Bernhard Jüngling, Beauftragter für die VG Hillesheim, sagte: „In den Vergangenheit ist es wiederholt zu Spannungen zwischen den privaten Mietern und der Feuerwehr wegen der gemeinsamen Nutzung des Innenhofs gekommen. Dabei kam es bei Übungen und Einsätzen auch schon zu Behinderungen.“

Hintergrund: Die Bürgermeisterdienstwohnung liegt hinter dem Gebäude der Feuerwehr, in dem früher die Amtsverwaltung Hillesheim untergebracht war. Die zur Wohnung gehörenden Parkplätze liegen im Innenhof neben dem Feuerwehrgebäude. Das wichtigste Argument ist laut Jüngling aber: „Die Feuerwehr hat bereits seit Jahren Platzbedarf, und die Fläche der Bürgermeisterwohnung stellt die einzige Erweiterungsmöglichkeit am Standort dar.“ Konkret ist es nach Angaben des Beauftragten so, dass es für Frauen gar keine gesonderten Umkleideräume  gäbe, dass jeder Kamerad seine Atemschutzausrüstung ins Obergeschoss hoch- oder zu Übung und Einsatz eben runterschleppen müsse, dass die Feuerwehr keinen gesonderten Werkstattbereich und keinen Schlauchwachplatz besitze. Außerdem gäbe es keinen Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug der Kreises, wie es eigentlich vorgesehen sei. Und das Rettungsboot der Hillesheimer Wehr sei jetzt schon aus Platzgründen in Üxheim untergebracht.

Der Abriss des ehemaligen Bürgermeisterhauses kann frühestens Mitte 2019 erfolgen, da bis dann das derzeitige Mietverhältnis dauert. Eine Nutzung des Hauses durch die Feuerwehr wird ausgeschlossen. Eine Begehung hatte ergeben, dass das Haus dafür nicht geeignet ist. Vielmehr sieht es so aus, als ob das deutlich höher liegende Gebäude abgerissen und der Hang bis auf Höhe des Feuerwehrhauses ausgebaggert werden soll. Dadurch entstünde eine 25 mal 15 Meter große Freifläche, auf der eine Halle errichtet werden könnte. „Eine Entscheidung darüber und eine Konzeption dafür obliegt dem neuen Verbandsgemeinde-Rat“, sagte Jüngling.