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Die Kirche bleibt im Dorf

Volles Haus beim Gottesdienst unter freiem Himmel: Zur feierlichen Einsegnung des neuen Ortszentrums waren auch (in der ersten Reihe von links) Architekt Jürgen Holl, Bürgermeister Karl Häfner und Ortsbürgermeister Herbert Rollmann gekommen. Foto: Brigitte Bettscheider
Volles Haus beim Gottesdienst unter freiem Himmel: Zur feierlichen Einsegnung des neuen Ortszentrums waren auch (in der ersten Reihe von links) Architekt Jürgen Holl, Bürgermeister Karl Häfner und Ortsbürgermeister Herbert Rollmann gekommen. Foto: Brigitte Bettscheider
GELENBERG. (bb) Dorffest und Festhochamt unter freiem Himmel: In Gelenberg (VG Kelberg) ist die neu gestaltete Ortsmitte feierlich eingeweiht, viel gelobt und zünftig gefeiert worden.

Mit dem Ausruf: "Das gefällt mir!" hatte Pastor Klaus Kohnz den Gottesdienst eröffnet. Er meinte damit, dass es ein strahlend-schöner Morgen sei. Gerade recht für ein Hochamt unter freiem Himmel und die Einsegnung der gelungenen Anlage. Und die Dorfkapelle hätte die vielen Menschen ohnehin nicht fassen können. In seiner Predigt lenkte der Geistliche den Blick von den Kirchen und Kapellen als den architektonischen Mittelpunkten unserer Dörfer und Städte auf Gott als "die wirkliche Mitte unseres Lebens". Er versprach den Gläubigen vor dem "Schreckgespenst", dass Kirchen geschlossen oder abgerissen werden müssten: "Hier bleibt die Kirche im Dorf, weil sie den Menschen ein Herzensanliegen ist, weil sie sie pflegen und mit Leben erfüllen." Ortsbürgermeister Herbert Rollmann sprach bei der Einweihung von einer jahrelangen Entwicklung, die nun zu einem guten Ende gebracht worden sei. Er erwähnte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung und dem Architekten. Er lobte die Vereine und Gruppen, die bei der Neugestaltung und der Einweihungsfeier mitwirkten.Gemeinsamkeit und positive Ideen

Er resümierte: "Jetzt sind fast alle Gemeinschaftseinrichtungen an einem zentralen Ort zu finden: das Gemeindehaus mit Jugendraum, die Kapelle, die Gerätehalle, der Spielplatz, das Buswartehäuschen, der Brunnen, der Dorfplatz." Bürgermeister Häfner erinnerte daran, dass Rollmanns Vorgänger Robert Schlösser die Idee für die Neugestaltung der Ortsmitte gehabt habe. "Hier soll Gemeinsamkeit gepflegt werden, hier sollen weitere positive Ideen für das Dorfleben entwickelt werden", wünschte Häfner. Der aus Ediger-Eller stammende Architekt Jürgen Holl erklärte, dass der Dorfbrunnen, nach dem die Ortsmitte nun benannt werde, bis vor kurzem ein Schattendasein geführt habe. Der neue Platz mache das Dorf attraktiver und lebenswerter. In der Zwischenzeit hatten Kinder die für den Gottesdienst aufgestellten Bankreihen verlassen, um die tollen Geräte des neuen Spielplatzes auszuprobieren. Unter das vom Musikverein Bodenbach angestimmte Schlusslied mischte sich das Läuten der St. Wendelinus-Kapelle. Die Küche im Gemeindehaus öffnete ihre Türen, und der Getränkestand war bald umringt. Ganz im Sinne von Pastor Kohnz mit seinem Schlusswort: "Bleibet hier in Frieden!"